Pflegefall. Welche Rechte hätten Sie als Patient oder Familienmitglied? Könnte man mit Ihnen nach Belieben verfahren? Wogegen müssten Sie sich wehren (wenn Sie könnten)?
Verfolgt man den chaotisch anmutenden Hickhack in der Gesundheitspolitik, dann genügt allein die Vorstellung, einem ungewissen Schicksal ausgeliefert zu sein, um sich davor zu fürchten.
Zum Glück gibt es Menschen wie Heike Bohnes, die sich in diesem Wirrwarr nicht nur auskennen: „Ich helfe Menschen, die pflegebedürftig geworden sind oder deren Angehörigen, ihre Rechte gegenüber Leistungserbringern wie der Pflegekasse oder einem Pflegedienst kennen zu lernen und/oder auch durchzusetzen. Und ich helfe ihnen, sich die Pflege so leicht wie möglich zu machen.“
Hilfsbedürftige können froh sein, dass Heike Bohnes ihren Job als Leiterin eines Pflegeheims kündigte. Selbständig zu sein, konnte sie sich bis dahin zwar nicht vorstellen, doch als hernach Heimbewohner und Angehörige ihren Rat suchten, blieb ihr gar nichts anderes übrig, denn so etwas wie „Pflegeberatung“ gab es noch nicht.
Sie konnte auf ihre Erfahrungen im Pflegedienst bauen: „Unterlassen ist schlimmer als Fehler zu begehen. Jeder sollte ein bisschen auf den anderen achten und ihm helfen.“ Das klingt einfach, wäre da nicht die Politik, die den gesamten Gesundheitssektor durchdringt. „Die Politik dürfte sich nicht so sehr von Lobbyisten beeinflussen lassen,“ sagt Heike Bohnes und wirkt dem entgegen, indem sie als Chefredakteurin eines Informationsdienstes Hinweise und Tipps gibt, wie pflegende Angehörige von Demenzkranken sich selbst und den Kranken das Leben erleichtern können. Außerdem unterstützt sie den Kronos e.V. gegen Kindesmissbrauch.
Nach einem Vorbild im Leben gefragt antwortet sie nüchtern: „Jeder muss das tun, was er tun muss. Dazu brauche ich kein Vorbild.“ Das klingt einfach und einleuchtend – wenn es das nur wäre – danke Heike.

Freitag, der 5. Juni 2009 um 08:43
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Freitag, der 5. Juni 2009 um 19:07
Hallo,
dem Inhalt des Artikels kann ich nur zustimmen, als Mitglied des elternpflegeforums, gegründet von Heike, konnte ich selbst von ihren fachlichen Ratschlägen profitieren.
LG
G. Pflüger
Samstag, der 6. Juni 2009 um 07:12
Eine solch positive und mit genauem Hinschauen verbundene Rückmeldung kann sich sehen lassen. Glückwunsch.
Liebe Grüße von Barbara