Erweiterte Suche

blog:BIZZLOUNGE News
Bankkunden: der Nepp geht weiter

falschberatung

Viel Lehre aus der Finanzkrise scheinen sie ja nicht gezogen zu haben. Jedenfalls, wenn das stimmt, was Nadine Oberhuber im  FAZ-Artikel  vom 15.6.09 schreibt.

Auf die Frage, ob Banken und Finanzdienstleister aufgrund der gemachten Erfahrungen nun deutlich solider verkaufen als bisher, muss Achim Tiffe vom Institut für Finanzdienstleistungen fast lachen. Und Erich Paetz vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, spricht vom “eher kreativen Umgang der Branche mit den Gesetzen”

“Was da passiert, hat nichts mit Beratung zu tun”, sagt Verbraucherschützer Niels Nauhauser kopfschüttelnd. So kann man es auch tatsächlich nicht nennen: Berater schwatzen Kunden Produkte auf, die nicht nur meilenweit von dem entfernt sind, was die ursprünglich wollten. Sondern die auch Risiken bergen, von denen Kunden in Verkaufsgesprächen gar nichts erfahren.

Diese Aussage wird dann belegt mit ein paar Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit.

Als die Rentnerin Hermine L. Ende September zu ihrer Bank ging, wollte sie auf Nummer Sicher gehen. Sie hatte Angst vor der Inflation, von der alle sprachen, und wollte ihr gesamtes Geld, 40 000 Euro, zu Goldbarren machen. Der Berater erklärte ihr lange, wie weit der Goldpreis steigen werde und wie sicher Gold sei. Und legte ihr zwei Kaufverträge hin - einen Aktienfonds, der in Goldminen investiert, und einen Rohstofffonds.

Weil Hermine L. nicht klar war, dass sich beide Papiere nicht einfach parallel zum Goldpreis entwickeln, unterschrieb sie. Über die rasanten Kursausschläge, die solche Fonds in kürzester Zeit erleben können, verlor der Berater natürlich kein Wort. Hermine L. bekam nach wenigen Wochen Angst und verkaufte die Papiere. Sie verlor die Hälfte ihres Vermögens.

Weitere Beispiele werden in dem interessanten Artikel erwähnt.

Es gibt noch viel zu tun!

Viele Grüße

Stefan Picard

Stefan Picard (Dienstag, der 16. Juni 2009 / 09:42) | Permalink

Einen Kommentar hinterlassen

Login für Mitglieder