
Das ist Neda Agha Soltani, eine nett aussehende, junge Philosophiestudentin aus Teheran. Sie wurde bei den Demonstrationen kaltblütig erschossen, vermutlich von regierungsfreundlichen Milizen der “Basidsch” Gruppe, die noch unter Ayatollah Khomeini gegründet wurde.
Neda ist mittlerweile zu einer Symbolfigur des iranischen Widerstandes geworden. Das Foto des sterbenden Mädchens haben Sie alle wahrscheinlich schon in den Nachrichten gesehen. Wir ersparen uns das hier.
Niemals kann man sagen, dass es ein Menschenleben wert war, Widerstand gegen X oder Y zu leisten. Mein Respekt gilt aber trotzdem allen Menschen, die sich gegen Despoten zur Wehr setzen, seien es nun die Chinesen vor 20 Jahren oder heute die Menschen im Iran.
Ihr
Stefan Picard

Dienstag, der 23. Juni 2009 um 16:20
Es stimmt einen traurig und es fehlen die Worte um es auszudrücken. Mögen die Menschen die Kraft und Ausdauer besitzen, das System zu stürzen.
Freitag, der 26. Juni 2009 um 13:22
Zum einen ist es natürlich traurig, wenn jemand eines solchen unnatürlichen Todes sterben muß. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine junge (oder alte), gut aussehende (oder auch unattraktive) Frau (oder einen Mann oder ein Kind) handelt!
Und genau damit kommen wir zum wuterregenden Teil dieser Geschichte: Offensichtlich werden hier wieder einmal Todesopfer für politische Zwecke mißbraucht!
Woher wissen die sich hier so empört Zeigenden, wie die Verhältnisse im Iran wirklich sind? Haben sie tatsächlich mehr Informationen als aus dem medialen Trommelfeuer, das uns überzieht, seit sich Herr Ahmadinedschad in Israel - und damit natürlich auch in den USA, und damit auch in der “westlichen Hemisphäre” - unbeliebt gemacht hat?
Vielleicht hat die iranische Regierung einfach nur nicht die perfekten Medienexperten, die den Gazastreifen für Journalisten abgeriegelt haben, als dort Zivilisten von “den richtigen?” Waffen getötet wurden - und die mediale Empörung schnell abebbte?
Mag es sein, daß es sich hierbei - wieder einmal - um ein “Demokratisierungsprojekt” handelt und wir uns einmal fragen sollten, an wessen Wesen die Welt diesmal genesen soll?
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen dieses Gewaltopfers, genau wie es allen Hinterbliebenen als normale menschliche Regung zusteht, gleich ob sie Araber, Juden oder sonstwer sind. Meine Ablehnung und meine Wut gilt denen, die das Leid und die Opfer (meist der anderen) instrumentalisieren, um daraus Macht oder Geld schlagen zu wollen. Und ich halte es für verabscheuungswürdig zu streiten, ob es sich um 1 Opfer handelt oder ob man in Deutschland bei 6 Millionen eine Null weglassen oder in Dresden eine Null dazufügen sollte!
Über die politische Beurteilung, ob die derzeitige iranische Staatsführung ein “Regime” ist, maße ich mir mangels eigener Kenntnis kein Urteil an. Aber ich werde sehr vorsichtig, wenn ich wieder einmal recht einseitige Beurteilungen lese, die mir weniger von Sachkunde denn von Überzeugungskraft zu strotzen scheinen.
Mittwoch, der 1. Juli 2009 um 17:12
Die Tatsache, dass die Israelis möglicherweise bessere Medienexperten am Gazastreifen haben hat sicher nichts mit der Beurteilung des Umgangs mit den Demonstrationen im Iran zu tun. Da lobe ich mir das Internet, Handykommunikation usw., welches wenigstens zum Teil die sosnt nicht zugänglichen Infos in die Welt bringt. Vielleicht trägt das ja dann auf Dauer dazu bei, dass der Eine oder Andere noch ein bisschen mehr nachdenkt, bevor er die Hunde von der Leine lässt (nicht wörtlich zu verstehen bitte)
Mittwoch, der 1. Juli 2009 um 23:22
Da kommt mir einfach nur das Kotzen, Steffen!
Verbohrte, intolerante, religiös indoktrinierte machtgeile alte Säcke! - Diese Ärsche löschen da eben mal ratz fatz ein paar Leben aus, verhindern ein freies Miteinander ihrer Leute und nennen sich auch noch Wächter! - Nicht zu fassen!
In Gedenken an Nena, r. i. p., stellvertretend für unzählige weitere mutige Opfer, die die Welt mit Sicherheit noch gebraucht hätte… Vielleicht gibt es ja ein Paradies. dann ist sie bestimmt mittendrin!
Sigi