„Ich möchte jungen Menschen helfen, in der Gesellschaft Fuß zu fassen und Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen. Darüber hinaus möchte ich sie auch ermutigen, sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und ihre eigenen Vorstellungen auf toleranter Grundlage zu entwickeln.”
Leibfrieds Berufungsbeschreibung liest sich wie der Maßnahmenkatalog für die Behebung einer gesellschaftlichen Mängelliste, deren Punkte sich weniger durch große Worte als eher durch ein gutes Maß an Bescheidenheit und gegenseitigem Respekt abarbeiten lassen.
„Nehmt euch selbst nicht so wichtig, begreift euch als kleines Rädchen im Getriebe, ohne das nichts funktioniert! Begegnet euren Mitmenschen immer mit Respekt! Seid hilfsbereit! Haltet Wort!” Leibfrieds Besinnung auf bewährte Tugenden oder einfach auf die Regeln des Anstands bilden die Grundlagen für ein friedliches Miteinander.
„Religiös, ideologisch, materiell oder sexuell motivierte Gräuel, Terroraktionen, Unterdrückung und Kriege prangere ich an. Ich plädiere für ein tolerantes Miteinander. Prägend für mich war die Versöhnungs- und Friedenspolitik von Willy Brandt. Hohe Wertschätzung verbinde ich mit dem Namen „Sitting Bull”, der sich als ehrenwerter und besonnener Führer seines Volkes im aussichtslosen Kampf gegen die weiße Übermacht unsterblich gemacht hat.”
Wie man auch aus Siegbert Leibfrieds Beiträgen in unserer Bizzlounge entnehmen kann, ist er kein Freund von schwärmerischen Übertreibungen. Ihre Auswirkungen kennt er aus persönlicher Erfahrung:
„Ursprünglich dachte ich einmal, ich könnte die ganze Welt zum Positiven verändern. Inzwischen stelle ich mich in den Dienst der Gesellschaft und versuche, meinen Part dazu beizutragen, indem ich positive Werte und Verlässlichkeit vermittle. Früher belastete mein Beruf mein Familienleben. Ich musste lernen, berufliche Probleme nicht ins private Umfeld zu übertragen und auf geregelte Arbeitszeiten zu achten. Meine ganze Familie und mein Freundeskreis haben mich dabei mit schier unendlicher Geduld und Zuneigung ertragen, jederzeit zu mir gehalten und mir meine Fehler hoffentlich verziehen.”
Sein im Umgang mit jungen Menschen gesammeltes Wissen darüber „worauf es wirklich ankommt” könnte Siegbert Leibfried auch „Erwachsenen” beibringen: „Mich würde es reizen, Einblicke in den Personalsektor eines Unternehmens zu gewinnen und dort aktiv mitarbeiten zu können.” Einer wie Siegbert Leibfried wäre sicher in der Lage, so manchen Überflieger wieder auf den Boden der Realitäten zu lotsen -(it’s his job).

Dienstag, der 11. August 2009 um 23:37
…und daneben ist er noch ein fantastischer Waschbrettspieler - wirklich!
Freitag, der 14. August 2009 um 15:32
…der schon souverän und kompetent den einen oder anderen Saal mit seinem virtuosen Spiel geleert hat…;-))