
Jetzt streiken sie bald wieder! 4.000 Lufthansa Piloten legen ab Montag den Verkehr auf deutschen und internationalen Flughäfen lahm.
Es gab eine Zeit in der ein solches Kampfmittel möglicherweise passte. Und es gab auch eine Zeit, in der Gewerkschaften wichtig waren, damit ein einigermaßen fairer Interessenausgleich zwischen den (damals übermächtigen) Unternehmern der industriellen Revolution und dem (armen und machtlosen) “Proletariat” geschaffen werden kann.
Aber heute sind wir im 21sten Jahrhundert. Vieles hat sich in der geistigen Grundhaltung und der Balance zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern geändert. Und es gibt Medien, welche daran verdienen, über negative Ausschläge zu berichten. Alleine diese Medien schaffen negatives Image, sofern sich Firmen gegen den Konsens verhalten, welches sich wieder ganz automatisch negativ auf Umsatz und Ergebnis dieses Unternehmens auswirkt.
Auf gut Deutsch, es gibt andere Faktoren, welche das Verhalten von Menschen/Unternehmen in gesellschaftlich akzeptierte Bahnen lenken können.
Muss man dann och zu den alten Kampfmitteln greifen? Kann man nicht von aufgeklärten Menschen erwarten, dass sie auch ohne dieses Kampfmittel ordentliche Ergebnisse erzielen?
Und wenn man beide Fragen verneint, muss man dann nicht mit einem Streik die Verhältnismäßigkeit von Ursache und Wirkung beachten? Darf man es sich erlauben, den Verkehr eines ganzen Landes erheblich, und den anderer Länder spürbar zu beeinträchtigen, um seine marginalen Ziele durchzsetzen?
Ich sage nein und erwarte von Menschen aus dieser Verantwortungs- und Vergütungsklasse eindeutig umsichtigeres und verantwortungsvolleres Handeln.
Viele Grüße/Stefan Picard

Montag, der 22. Februar 2010 um 22:34
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