
Vor einigen Jahren reiste der Fotograf Peter Menzel um die Welt und fotografierte, was Menschen in verschiedenen Ländern und Kulturkreisen monatlich für Nahrungsmittel ausgeben - oder zur Verfügung haben. Er hat darüber ein Buch veröffentlicht, in dem er sehr anschaulich zeigt, was Sache ist. Hier einige Beispiele:

500 US$ pro Woche gibt diese deutsche Familie für ihr Essen aus.

346 US$ kostet der wöchentliche Warenkorb dieser Familie aus USA (North Carolina)

Für 260 US$ pro Woche ernährt sich diese italienische Familie.

31,5 US$ hat diese Familie aus Ecuador pro Woche zur Verfügung.
Dazwischen und danach gibt es noch einige Beispiele, welche die unterschiedlichen Lebensbedingungen (und unsere privilegierte Position) veranschaulichen. Die gesamte Präsentation finden Sie HIER ZUM DOWNLOADEN
Peter Menzel’s Website mit weiteren Infos finden Sie HIER.
Eine schöne Woche wünsche ich Ihnen!
Stefan Picard

Dienstag, der 9. März 2010 um 11:20
Naja, ich weiss nun nicht, auf welcher Vergleichsbasis die Preise für die Lebensmittel hier angesetzt wurden. Deutschland ist in vielerlei Hinsicht auch ein teures Land, wo es sich teuer lebt. Irgendwo sind wir pivilegiert und irgendwo auch wieder nicht. Wir arbeiten teilweise sehr hart für unsere Privilegien - zumindest ich ….und bezahlen, bezahlen, bezahlen…auch für andere. Wenn ich nur daran denke, wieviel Deutschland allein in die Unterhaltung/ Aufrechterhaltung (?) von der EU hineinbuttert….und was fliesst davon zurück? Bruchteile dessen…EIn Beispiel von vielem. Deutschland ist zwar reich, aber es fliesst auch viel Geld in unterirdische teilweise kaum erkennbare Systeme ab…Giesskannenprinzip
Herzlichst
Kirsten
Dienstag, der 9. März 2010 um 14:11
Mich machen die Bilder schon nachdenklich wenn ich bedenke mit wie wenig viele Menschen auf unserem Planet auskommen müssen. Es geht mir nicht darum ein schlechtes Gewissen zu verbreiten aber es ist genug für alle da und jeder Mensch sollte genug zum menschenwürdigen überleben zur Verfügung haben. Mit diesem Bewusstsein fällt es leichter auch mal etwas abzugeben und es relativiert auch unser “Jammern auf hohem Niveau”.
Dienstag, der 9. März 2010 um 17:51
Welche Vergleichsbasis Kirsten, es stehen doch dort die Werte. Teuer ist doch nur ein Wert für Geld, was hat das damit zu tun, was das Leben kostet. Geld ist doch nur ein Tauschmittel und leider diktiert es diese Welt, so dass wir viel zu sehr mit diesem Wert werten.
In einem Sozialstaat zahlt man auch für andere und die Verteilung ist vielleicht nicht immer gerecht, aber ist sie dies in einem anderen Land dieser Erde? Teilweise hast Du Recht, mindestens von der subjektiven Sichtweise, anderseits drück es sehr Dein Empfinden aus. Leider nennst Du meiner Meinung nach keine greifbares Argumente, dass es z.B. rechtfertigt, dass eine Ecuadorianische Familie mit weniger Privilegieen klarkommen muss.
Mittwoch, der 10. März 2010 um 02:05
Wenn ich mir nun diese Bilder betrachte, faellt mir auf, dass wohl die Leute in Ecuador am gesuendesten leben. Vielleicht etwas spaerlich, zugegeben, aber der Menueplan scheint zu stimmen, wenn man den Gesundheitswissenschaften glauben will. Mir ist natuerlcih bekannt, dass die Fettsucht, ueberhaupt hier in den USA, staendig zunimmt. Hier sind sie nun soweit, dass sie zuckerhaltige Getraenke, srich, Cola, extra besteuern wollen, um diesem Wachstum Einhalt zu gebieten. Ich trinke auch Cola, bin aber nicht uebergewichtig, also fuehle ich mich mal wieder benachteiligt. Was mir aber immer wieder (negativ) auffaellt, wenn ich nach hause (Deutschland) zurueckkehre, ist die Auffassung, dass man mindestens fuenf Mal am Tag viel essen muss. Da ist man vom Essen wie erschlagen. Was ich damit sagen will, man koennte diesen Ueberfluss wirklich etwas eindaemmen, und damit auch die verbundenen Kosten. Gesund ist das gewiss nicht. (Hier lebe ich alleine, und esse eben nur, wenn ich wirklich Hunger habe.) Die westliche Welt lebt wirklich im Uebermass und findet das mittlerweile normal.
Mittwoch, der 10. März 2010 um 11:18
@ KuNo, mit dem Vergleich ist das für mich immer so eine Sache. Ich denke, dass man nur dann vergleichen kann, wenn die Ausgangsbasis auch die gleiche/ selbe bzw. vergleichbar oder eben = entspricht. Somit wird ein Vergleich zwischen verschiedenen Ländern schon mal in meinen Augen eigentlich unmöglich bzw. nicht machbar…
mit herzlichen Grüssen
Kirsten Wodniok
Donnerstag, der 11. März 2010 um 09:03
P.S. KuNo, ich habe lange über greifbare Argumente überlegt und wie ich es am besten ausdrücke, wieso eine peruanische Familie mit weniger “Privilegien” auskommen soll usw. Das kann ich gar nicht in drei Sätzen sagen…Dann müsste man ja der Frage zunächst nachgehen, warum jemand in Peru und jemand in Deutschland geboren wird. Derjenige kann doch nichts dafür, dort geboren zu sein, wo er/ sie jetzt lebt mit viel oder weniger “Privilegien”…Was sind eigentlich Privilegien? Dass wir arbeiten und Geld verdienen und dafür ständig im Stress sind? Oder dass man glücklich ist, weil man es versteht, mit wenig auszukommen…dafür aber vielleicht eine intaktes Familienleben hat….!?
Jedenfalls, ich habe es für mich so zunächst geklärt: Es muss einen “JEMAND” (GOTT) geben, der gewollt hat, dass Du und ich in Deutschland leben und die peruanische Familie eben in Peru. Was die Hintergründe für die Entscheidung dieses “JEMANDS” sind, wissen wir nicht. Ich bin mir aber sicher, dass dieser JEMAND einen Plan hat, mit Dir, mit mir und mit der peruanischen Familie…. den wir halt leider nur nicht überschauen können. Aber auch da gehe ich davon aus, dass GOTT, der Himmel und Erde und das Universum so grandios geschaffen hat, weiss was er will, und die Übersicht zu allem hat….Und wie gesagt auch einen Plan über die Aufgaben jedes Einzelnen, und jeder Einzelne trägt diese Plan als Matrix in seinem Inneren. Allerdings hat dieses “JEMAND” uns auch den freien Willen gegeben, uns für oder gegen seinen von ihm “ausgedachten” Plan zu entscheiden…Allerdings bin ich mir sicher, dass GOTT in allem stärker ist - immer - und seine Pläne auch ohne uns durchsetzt, falls wir uns gegen ihn enstscheiden sollten….
Donnerstag, der 11. März 2010 um 10:46
P.S. 2 Sorry KuNo, ich habe, glaube ich, noch etwas ganz Wichtiges vergessen…Der Weg zu GOTT bzw. unseren Plan/ Weg geht nur über das Kreuz bzw. Jesus Christus…über die Gnade und Vergebung, denn wir können die Gebote GOTTES nicht mehr einhalten- wir sind nicht mehr in der Lage dazu - , das ist leider vermasselt seit Adam und Eva.
Kirsten
Donnerstag, der 11. März 2010 um 13:52
@Kirsten
Ich glaube deine Ansichten sind teilweise recht problematisch. Du hast recht, dass kein Mensch was dafür kann wo er geboren wird und somit auch nicht für die “Privilegien” die ihn durch diese Familie/Gesellschaft/Nation gegeben sind. Falsch ist aber, zu sagen: Wir müssen arbeiten und Stress haben und Andere haben das “Privileg” “es zu verstehen mit wenig auszukommen”.
Viele in Deutschland (bei weitem nicht alle!) haben die freie Wahl, ob sie Ihr Ganzes Leben in stressige Arbeit stecken um möglichst viel zu erwirtschaften oder z.B einen Fokus auf weniger Luxus und mehr inneres Leben und Erfüllung in der Tätigkeit setzen. In einer entwickelten Gesellschaft sollte jeder die reale Freiheit haben einen der beiden (genauer unendlichen vielen) Lebenswege zu gehen. Das du viel arbeitest und Stress hast ist DEINE Entscheidung!
Für vielen Menschen auf der Welt, nicht nur in Entwicklungsländern sondern auch in Deutschland, besteht diese Wahlfreiheit nicht. Sie finden sich mit wenig ab, weil ihnen die Möglichkeiten viel Geld zu verdienen real gar nicht offen stehen. Es ist keine FREIE Entscheidung.
Solange eine Person sich also nicht frei zu einem Leben in weniger Luxus entschieden hat ist es einfach widerlich von Privilegien zu sprechen, wenn sie mit wenig auskommen MUSS und sich damit abgefunden hat!
Beste Grüße
Lukas
Donnerstag, der 11. März 2010 um 18:29
@Lukas …Zunächst einmal; wie kommst Du darauf, dass ich (!) viel arbeite und Stress habe? O.K. Arbeiten tue ich natürlich auch und damit es eben nicht zum Stress kommt, weil das Geld nicht reicht, habe ich so gut wie keine Ansprüche auf Weggehen, Urlaube ( was ist das?), Fun usw. und spare da eben wieder ein. Mit dem wir beim Stress haben, was Du ansprachst, meinte ich aber eigentlich auch mehr den Grossteil unserer Gesellschaft, der teilweise wirklich hart für ihre Annehmlichkeiten arbeiten muss. Das mit dem Luxus ist wie mit den Privilegien übrigens für mich immer wieder eine Frage der Definition. Leider haben wir das Wort Privileg ja noch nicht zufriedenstellend definieren können