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Strahlende Aussichten

radioaktiv

Wie sich der Tagespresse entnehmen lässt, hat der amerikanische Präsident B.Obama zum Gipfeltreffen geladen. Das Ziel ist es die Sicherheit in Anlagen, die spaltbares, radioaktives Material herstellen zu verbessern und Kontrollmechanismen einzuführen. Dies soll angesichts von über 1500 Diebstahlfällen der letzten 10 Jahre auch in Zukunft verhindern, dass Terrorgruppen in die Lage kommen konventionelle oder schmutzige Atomwaffen herzustellen.

Gleich vorweg, das Ansinnen ist sinnvoll und löblich. Wenn auch die Mengen der erbeuteten radioaktiven Materialien, nach Expertenmeinung, noch sehr gering sind, so kann ein Eingreifen gegen diese Verbrechen gar nicht früh und drastisch genug geschehen.
Ebenso löblich, ist der just geschlossene Vertrag, in dem sich Russland und USA verpflichten 30% ihrer atomaren Sprengköpfe abzurüsten, auch wenn der Vertrag bereits 10 Jahre auf Halde lag. Erfreulich sind auch die Ankündigungen der Ukraine, sich von ihrem Atomwaffenarsenal zu verabschieden. Lauter Hoffnungsschimmer also?

Leider nicht nur. Denn neben den Staaten die einst den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet haben, gesellen sich Länder, die jetzt in Zeiten, wo die meisten Staaten versuchen sich dieser Altlast zu entledigen, selber welche zu erlangen bemühen oder den Besitz nicht weiter kommentieren.

Da wären Indien und Pakistan, die zwar über Atomwaffen verfügen, aber das Abkommen nicht unterzeichnet haben. Israel, das nie zugegeben hat Atomwaffen zu besitzen, aber aller Wahrscheinlichkeit dennoch über eben solche verfügt. Korea, das den Sperrvertrag aufgekündigt hat. Und zu guter letzt, der Iran, der scheinbar versucht in den erlauchten Kreis der Atommächte aufzusteigen.
Insbesondere der Iran, Pakistan, Israel und Korea dürfen als Sorgenkinder angesehen werden. Die politische Lage in diesen Ländern ist alles andere als stabil. Sollte eines Tages die Lage in Pakistan zu Gunsten der der Islamisten kippen, oder der Iran tatsächlich in den Besitz von Atomwaffen gelangen, gerät die jetzt schon wackelige Situation der gesamten Region ins Wanken. Irans Staatsoberhaupt hat schon häufiger gedroht, Israel zu vernichten, und welche Vergeltung die Israelis einem solchen Angriff entgegenhielten kann man sich selbst mit wenig Fantasie selber ausrechnen.

Desweiteren haben alle diese Staaten gemein, sich um internationale Abkommen des Öfteren nicht zu scheren. Und wieder braucht es nicht allzu viel Vorstellungskraft, um sich auszumalen, wen der Iran oder ein islamistisches Pakistan, unter der Hand, mit radioaktivem Abfall versorgen würde.

Es ist eine Tragödie, dass jeder vernunftbegabte Mensch, der über die Verheerungen, die diese Waffen anrichten aufgeklärt wird, sofort für deren Abschaffung plädieren würde, aber die Weltgemeinschaft, es nicht schafft dieses Damoklesschwert loszubinden. Und letztendlich bleibt den Völkern und Menschen unserer Welt nur die Hoffnung, die Sting einst ähnlich besungen hat:
„How can I save my little boy, from Oppenheimer‘ s deadly toy. Believe me, when I say to you, I hope the ‘others’ love their children, too.”

Peter Brandt (Dienstag, der 13. April 2010 / 10:43) | Permalink

6 Antworten zu “Strahlende Aussichten”

  • unregistered Gerhard Schreiber sagt:

    Es reicht leider nicht aus, den xfachen Overkill der Supermächte um 30 % zu verringern, um als Vorbild für das Verbot des Atomwaffenbesitzes anderer Staaten zu fungieren. Es bleibt letzlich nur der Totalabbau aller weltweit vorhandenen Waffen, der Abbau der Fabriken und die Vernichtung jeglichen Wissens übe die Herstellung spaltbaren Materials. Nicht zu vergessen, dass weltweit tausende Atombomben zur Energiegewinnung herumstehen.

  • unregistered Gerhard Schreiber sagt:

    Es ist verabscheungswürdig, dass Frau Merkel und Herr von Guttenberg deutsche Männer am Hindukusch verheizen, die wiederum unschuldige Menschen dort umbringen. Wir hatten, haben und werden dort nichts zu suchen haben. Deutschland befindet sich einem völkerrechtswidrigen Krieg und jeden Tag, den sie dort länger bleiben, ist verabscheuenswürdig. Aghanistan hat uns nichts getan und uns nicht bedroht. Die USA haben die Taliban während der russischen Besatzung hochgezüchtet und finanziert und sie werden heute noch von mit den USA befreundeten Staaten finanziert. Und was Afghanistan mit dem 11. September zu tun haben soll steht bis heute nur fest, dass Bush ihn dringend als Alibi für seinen Krieg gebraucht hat. Doch was haben wir damit zu tun? Was es zu bekämpfen gilt, sind die Wafenhersteller und -verkäufer, die mit Sicherheit auch an den Waffen verdienen, mit denen die deutschen Soldaten umgebracht werden, und es ist verabscheungswürdig, dass Deutschland der drittgrößte Wafenexporteur der Welt ist.

  • Ulli_Muscolino Ulli Muscolino sagt:

    Als Antwort an Herrn Schreiber: Im Prinzip bin ich 100prozentig ihrer Meinung. Ich denke, Krieg ist nie eine Antwort und wird es auch nie sein. Nur ein Gedanke kommt mir immer wieder. Wenn ich die Aussenpolitik Deutschlands ueber die letzten Jahre beobachte, dann erinnert mich dass doch an die Isolierungspolitik der USA, haeufig demonstriert im letzten Jahrhundert. Das macht mich stutzig, denn, wenn wir das rechte wollen, dann muessen wir auch unseren Beitrag leisten, und ich denke, Worte der Kritik reichen nicht immer aus, man muss auch handeln. Bitte, missverstehen Sie mich nicht, ich bin wirklich nicht kriegerisch veranlagt, und war auch nie ein Bush-fan.
    Aber wir koennen auch nicht zusehen und nichts tun, wenn die Laender in dieser Region andere Ideen haben. Meine Mutter sagte immer - es kann der beste nicht in Frieden leben, wenn es dem boesen Nachbarn nicht gefaellt. Ausserdem glaube ich auch nicht, dass Deutschland durch Nichtstun sicherer ist als die anderen westlichen Laender. Stuende es nur in unserer Macht, andere durch Worte von unserer Gesinnung zu ueberzeugen. Leider……

  • Stefan_Picard Stefan Picard sagt:

    Meine Oma hat immer gesagt: “Bei allem was Du tust, bedenke das Ende”
    Will meinen: Jeder Wissenschaftler, der sich aus der Verantwortung zieht, indem er sagt, seine Forschung sei wertfrei. Lediglich das,w as man daraus macht, sei zu bewerten, liegt falsch. Schönen Gruß an Herrn Teller und Co.

    Und: da wird von Schurkenstaaten geredet und von Terroristen. Dabei verkennen die, welche genau davon reden, dass sie sich gerade in junger Vergangenheit selbst als “Schurkenstaaten” verhalten haben. (Deutschland übrigens auch vor weniger als hundert Jahren).

    Jeder ist ein potentieller Schurke, umso mehr, als er solche Waffen hat und bereit ist, sie einzusetzen.

    Schönen Gruß!

  • unregistered Oliver Richter sagt:

    Ich bin zu 100% Herrn Schreibers Meinung. Die Achse des Bösen geht durch London, Tel Aviv und Washington.
    Mit welchem Recht verfügt das Land, welches seit seiner Gründung die meisten Kriege geführt und die meisten Menschen umgebracht hat - die USA - über Atomwaffen und will sie anderen verbieten? Sehr einfach: diese Verbrecher wollen ein Machtmonopol, um die Welt nach eigenem Gutdünken ausbeuten zu können.
    @Herrn Muscolino: Die USA haben noch nie Isolationspolitik betrieben. Sie haben sich immer genau dann eingemischt, wenn die Gelegenheit günstig war, es Geld zu verdienen gab und andere bereits den größten Dreck weggeräumt haben. Und wir können sehr wohl zusehen, was andere Länder und Völker machen. Das ist deren Sache. Und soweit ich weiß ist Afghanistan mitnichten ein Nachbar von uns. Schon Bismarck sagte: “nicht die Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers für Bosnien.” Dem gebe ich vollkommen Recht. Ich glaube nicht, dass Deutschland durch die Taliban bedroht wird.
    @Herrn Picard: Deutschland hat sich im I. und II. WK gegen die britische Großmachtpolitik und die Ausbeutung nach dem I. WK gewehrt. Das ist jetzt zwar stark verkürzt dargestellt, aber Sie sollten sich vielleicht mal über die wirklichen Hintergünde der beiden Kriege und ihrer Ursachen informieren, als nur die Darstellung der Sieger nachzubeten. Wie schon (ich glaube) Napoleon sagte: “Geschichte sind die Lügen, auf die man sich geeinigt hat”. Und diese Einigung erzwingt immer der Sieger.

  • Ulli_Muscolino Ulli Muscolino sagt:

    hallo, Herr Richter, nur eine Korrektur hier, ich bin Frau. Und um das noch mal klar zu stellen, meine Meinung ist jene, Rhetorik alleine genuegt einfach nicht, wenn meine eine Meinung aeussert, wenn man fest davon ueberzeugt ist, dann muss man auch den Mumm haben, etwas dafuer zu tun. Zuschauen ist Passivitaet. Und die fuehrt nie zu etwas. Meine Meinung ist jene: In der Politik geht es nur um eines: Macht! Die Spielplaetze der Kinder werden zur politschen Arena der Erwachsenen. Wer gewinnt? Das alleine ist die Frage in allen Angelegenheiten. Meistens vergisst man dann, was einen anfangs motiviert hat, wie z. B. Menschlichkeit. Und was die Weltkriege betrifft, da moechte ich nun doch protestieren. Insbesondere zum Zweiten. Das alleine war Groessenwahn eines Einzelnen. Und wieviele Unschuldige haben gelitten. Nicht nur jene mit gewissem ethischen background. (Soldaten, das Volk, die Heimatvertriebenen….) Und die Hintergruende sind kein Geheimnis, man wollte das alte, grosse Deutsche Reich wieder herstellen!!!!! Warum? Um mit den Briten auf gleicher Ebene zu stehen??

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