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Die Sache mit dem glücklichen Leben

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Ein glückliches Leben führen - das wollen wir alle. Wo ist das richtige Rezept? Ist es Geld, Vermögen, Erfolg, Partnerschaft, Liebe, Sex, Sport? Und wenn, dann in welcher Zusammensetzung?

Enttäuschung Nummer 1: Immer Glück, das gibt es nicht. Denn wenn man immer auf Wolke 7 schweben würde, dann nähme man das auch nicht mehr wahr. Also machen Sie da mal gleich einen Haken. Und dann sehen wir weiter.

Laut dem Happy Planet Index, den die New Economics Foundation 2006 veröffentlichte, leben die glücklichsten Menschen in Vanuatu. Das ist ein Inselstaat im Südpazifik, mit rund 260.000 Einwohnern und 108 Sprachen. Die Lebenserwartung der Menschen von durchschnittlich 63 Jahren klingt aber irgendwie nicht nach Glück. Aber sie haben ein mildes Klima mit viel Sonne, eine üppige Vegetation, ein Mix aus verschiedenen Religionen, stabile Arbeitsverhätlnisse, viele kleine Selbständige.

Im Vergleich zu dem ermittelten Glücksfaktor von Vanuatu schneiden die industrialisierten Länder nicht richtig gut ab. Deutschland liegt auf Platz 81, die skandinavischen Länder zwischen 112 und 123, also auch nicht so gut. In China oder der Mongolei sind die Menschen deutlich glücklicher. Tja und in den USA ist der Index bei 150. Mies!

Noch schlechter wird es in den reichen Ländern wie Kuweit und Katar. Da liegen wir bei schlechter als 160. Schlusslichter sind übrigens Russland, Ukraine, Kongo, Swasiland und Simbabwe. Bei letzteren versteht man das ja noch.

Welchen Schluss legt das nahe: Geld, Konsum, Macht und die Aussicht auf ein hohes Lebensalter sind eher nicht die bestimmenden Glücksfaktoren.

Eine neue Wissenschaft, die Glücksökonomie stellt fest, dass nichts mehr Glück stiftet als Beziehungen zu anderen Menschen - zu Familie, Partner, Freunden. Danach kommt das Gefühl, etwas Nützliches zu tun und dann, je nach Umständen, Gesundheit und Freiheit.

Das steht aber in diametralem Gegensatz zu den meist vermittelten Werten unserer Gesellschaft, wo Geld und Prestige ganz oben stehen.

Opfern wir unsere Freiheit und unsere Selbstbestimmung für mehr Prestige und ein höheres Einkommen- um dann Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen, um damit Leute zu beeindrucken, die wir eigentlich nicht mögen? - Mit Geld, das wir nicht haben?

Und jetzt nochmal zurück zur Enttäuschung Nummer 1. Schauen wir mal die Hirnforscher an. Die sagen, dass bei Glücksgefühl Dopamin ausgeschüttet wird. (Ich frage dabei nach Ursache und Wirkung:  verursacht Dopamin das Glücksgefühl oder folgt dem Glücksgefühl die Dopaminausschüttung?) Wie bei einer Droge, muss die Dosis (der Reiz) nach einer gewissen Zeit erhöht werden, damit man noch etwas spürt. Ansonsten ist auch das “Drogenparadies” Dopamin nicht mehr wahrnehmbar. Also ist das Glück weg…..(wenn man den Hirnforschern glaubt…)

Für mich war es bereits klar vor der Lektüre dieses interessanten Gedankengangs, den ich verkürzt, aus David Prechts wirklich empfehlenswerten Buch “Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?” entnommen und mit meinen Gedanken angereichert habe: Glück finden wir in uns und nicht in der materiellen Glitzerwelt. Jedenfalls sofern unsere Grundbedürfnisse befriedigt sind.

Und noch ein schönes Statement, dass ich die letzten Tage irgendwo gefunden habe:

Wir sind keine menschlichen Wesen mit einer spirituellen Erfahrung.

Wir sind spirituelle Wesen mit einer menschlichen Erfahrung!”

In diesem Sinne :-)

Stefan Picard

Stefan Picard (Montag, der 30. Januar 2012 / 11:21) | Permalink

2 Antworten zu “Die Sache mit dem glücklichen Leben”

  • Karius KarlHeinz Karius sagt:

    Zum Stichwort auch ein bisschen was von der WortHupferl-Werkbank:

    Manche Tage bringen mehr Glück, manche weniger.
    Das größte Glück dabei ist, dass es Tage gibt

    Glück ist das einzige Darlehen,
    das man auch ohne Eigenkapital vergeben kann.

    Das Glück würde dem Pessimisten gerne helfen, scheitert aber immer wieder an dessen Fehlsichtigkeit.
    Der übersieht es nämlich regelmäßig, da er Optikern misstraut und deshalb Brillen ablehnt.

    Das Glück dürfte sich auf unseren Bahnhöfen zu Hause fühlen.
    Man weiß nie genau, wann es kommt oder geht.

    Der Grund, warum kein Navigations-System das meistgesuchte Ziel findet:
    Der Weg zum Glück ist privat, schlecht ausgeschildert und in keiner Karte erwähnt.

    Zum Erfolg führen viele Wege.
    Zum Glück nur einer: dein eigener.

    © KarlHeinz Karius http://www.worthupferl-verlag.de

  • Leopold_Zeilinger Leopold Zeilinger sagt:

    Was macht glücklich? Glück
    Wo ist es zu finden? in uns selbst
    Wie werde ich glücklich? Durch Weisheit, Dinge nicht zu tun, die mich unglücklich machen oder andere zum Anlass nehmen könnten sich unglücklich zu machen.
    Wie bekommt man Weisheit? Es ist ein göttliches Geschenk, das jeder bereits in sich trägt.
    Gibt es immerwährendes Glück? Ja, ich werde darüber berichten, wenn ich dort angekommen bin.
    Was macht mich so sicher, dass es das gibt? Ich war schon mal dort.

    Herzliche Grüße
    Leopold Zeilinger

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