Ein glückliches Leben führen - das wollen wir alle. Wo ist das richtige Rezept? Ist es Geld, Vermögen, Erfolg, Partnerschaft, Liebe, Sex, Sport? Und wenn, dann in welcher Zusammensetzung?
Enttäuschung Nummer 1: Immer Glück, das gibt es nicht. Denn wenn man immer auf Wolke 7 schweben würde, dann nähme man das auch nicht mehr wahr. Also machen Sie da mal gleich einen Haken. Und dann sehen wir weiter.
Laut dem Happy Planet Index, den die New Economics Foundation 2006 veröffentlichte, leben die glücklichsten Menschen in Vanuatu. Das ist ein Inselstaat im Südpazifik, mit rund 260.000 Einwohnern und 108 Sprachen. Die Lebenserwartung der Menschen von durchschnittlich 63 Jahren klingt aber irgendwie nicht nach Glück. Aber sie haben ein mildes Klima mit viel Sonne, eine üppige Vegetation, ein Mix aus verschiedenen Religionen, stabile Arbeitsverhätlnisse, viele kleine Selbständige.
Im Vergleich zu dem ermittelten Glücksfaktor von Vanuatu schneiden die industrialisierten Länder nicht richtig gut ab. Deutschland liegt auf Platz 81, die skandinavischen Länder zwischen 112 und 123, also auch nicht so gut. In China oder der Mongolei sind die Menschen deutlich glücklicher. Tja und in den USA ist der Index bei 150. Mies!
Noch schlechter wird es in den reichen Ländern wie Kuweit und Katar. Da liegen wir bei schlechter als 160. Schlusslichter sind übrigens Russland, Ukraine, Kongo, Swasiland und Simbabwe. Bei letzteren versteht man das ja noch.
Welchen Schluss legt das nahe: Geld, Konsum, Macht und die Aussicht auf ein hohes Lebensalter sind eher nicht die bestimmenden Glücksfaktoren.
Eine neue Wissenschaft, die Glücksökonomie stellt fest, dass nichts mehr Glück stiftet als Beziehungen zu anderen Menschen - zu Familie, Partner, Freunden. Danach kommt das Gefühl, etwas Nützliches zu tun und dann, je nach Umständen, Gesundheit und Freiheit.
Das steht aber in diametralem Gegensatz zu den meist vermittelten Werten unserer Gesellschaft, wo Geld und Prestige ganz oben stehen.
Opfern wir unsere Freiheit und unsere Selbstbestimmung für mehr Prestige und ein höheres Einkommen- um dann Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen, um damit Leute zu beeindrucken, die wir eigentlich nicht mögen? - Mit Geld, das wir nicht haben?
Und jetzt nochmal zurück zur Enttäuschung Nummer 1. Schauen wir mal die Hirnforscher an. Die sagen, dass bei Glücksgefühl Dopamin ausgeschüttet wird. (Ich frage dabei nach Ursache und Wirkung: verursacht Dopamin das Glücksgefühl oder folgt dem Glücksgefühl die Dopaminausschüttung?) Wie bei einer Droge, muss die Dosis (der Reiz) nach einer gewissen Zeit erhöht werden, damit man noch etwas spürt. Ansonsten ist auch das “Drogenparadies” Dopamin nicht mehr wahrnehmbar. Also ist das Glück weg…..(wenn man den Hirnforschern glaubt…)
Für mich war es bereits klar vor der Lektüre dieses interessanten Gedankengangs, den ich verkürzt, aus David Prechts wirklich empfehlenswerten Buch “Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?” entnommen und mit meinen Gedanken angereichert habe: Glück finden wir in uns und nicht in der materiellen Glitzerwelt. Jedenfalls sofern unsere Grundbedürfnisse befriedigt sind.
Und noch ein schönes Statement, dass ich die letzten Tage irgendwo gefunden habe:
Wir sind keine menschlichen Wesen mit einer spirituellen Erfahrung.
Wir sind spirituelle Wesen mit einer menschlichen Erfahrung!”
Stellen Sie sich vor, eines Tages landen fremde Wesen aus dem All auf unserem Planeten. Wesen wie in dem Hollywood Spielfilm Independence Day. Sie sind unglaublich intelligent und dem Menschen weit überlegen……Eine beispiellose Terrorherrschaft beginnt. Die Außerirdischen benutzen die Menschen zu medizinischen Versuchen, fertigen Schuhe, Autositze,….verwerten ihre Haare, Knochen und Zähne. Außerdem essen sie die Menschen auf, besonders die Kinder und Babys. Sie schmecken ihnen am besten, denn sie sind so weich und ihr Fleisch ist so zart.
Ein Mensch, den sie gerade für einen medizinischen Versuch aus dem Kerker holen, schreit die fremden Wesen an: “Wie könnt Ihr so etwas tun? Seht Ihr nicht, dass wir Gefühle haben, dass Ihr uns weh tut? Wie könnt Ihr unsere Kinder wegnehmen, um sie zu töten und zu essen? Seht Ihr nicht, wie wir leiden?….Habt Ihr denn überhaupt kein Mitleid und keine Moral?”
Die Außerirdischen nicken.
“Ja, ja” sagt einer von Ihnen. “Es mag schon sein, dass wir ein bisschen grausam sind. Aber seht Ihr,…wir sind euch eben überlegen. Wir sind intelligenter als ihr und vernünftiger und wir können Dinge, die ihr nicht könnt. Wir sind eine viel höhere Spezies, ein Dasein auf einer ganz anderen Stufe. Und deshalb dürfen wir alles mit euch machen, was wir wollen. Verglichen mit uns ist euer Leben kaum etwas wert. Außerdem……: Ihr schmeckt uns halt so gut!”
Diese kleine Geschichte stammt aus dem Buch “Wer bin ich und wenn ja, wie viele” von Richard David Precht.
Fällt Ihnen etwas auf? So gehen wir mit den Tieren um. Die Frage ist, ob wir das dürfen. Nun, die Antwort darauf ist sicher nicht ganz einfach zu geben. Herr Precht beleuchtet in seinem wirklich empfehlenswertem Buch verschiedene Seiten dieser Frage.
Dabei erzählte er die Geschichte des australischen Philosophen Peter Singer, der eines Tages im Jahr 1970 im Speiseaal der Uni Oxford genüßlich sein Steak vertilgte, als sich ein Student an seinen Tisch setzte. Dieser Student war Richard Keshen und wurde später Professor für Philosophie in Kanada. Er hatte sein Steak auf die Seite geschoben. Singer fragte ihn, ob es ihm nicht schmeckte und bekam die Antwort, dass der Student niemals Fleisch essen würde.
Singer wunderte sich über die entschiedene Haltung. Richard forderte Singer auf, ihm auch nur ein einziges gutes Argument zu nennen, warum es moralisch vertretbar sei, Tiere zu essen. Singer willigte ein und sie verabredeten sich für den nächsten Tag. Das war das letzte Steak, dass Peter Singer gegessen hatte.
Fünf Jahre später veröffentlichte er sein Werk “Animal Liberation”, in dem es darum geht, wie Menschen mit Tieren umgehen sollten. Es wurde ein Bestseller.
Eine seiner Kernaussagen:
“Das wichtigste Kriterium für das Lebensrecht eines Lebewesens sind nicht Intelligenz, Vernunft oder Verstand. Ein neugeborener Säugling hat weniger Verstand als ein Schwein, und trotzdem dürfen wir ihn nicht essen oder zu Versuchen für ein neues Shampoo missbrauchen. Der entscheidende Grund, ein Lebewesen zu respektieren und ihm ein Lebensrecht zu geben, ist seine Fähigkeit, sich zu freuen oder zu leiden”
Zum Neuen Jahr möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen, die mein Leben verändert hat.
Es war Mitte der Siebziger Jahre. Ich war in der elften Klasse - und hatte gerade meine Bemühungen am zweiten Gymnasium erfolgreich mit einem de-facto Rauswurf wegen Nichterscheinens beendet. Das Schreiben des Direktorats war eindeutig: “……wenn Sie sich bis zum…….nicht abmelden, betrachten wir Sie als abgemeldet…”
Lief alles super, denn es war ja erst Herbst oder Winter. Mindestens ein halbes Jahr “Urlaub” vom schlechten Gewissen, die Schule zu schwänzen, lag vor mir. In die Penne, das war klar, gehe ich auf keinen Fall mehr. Lernen? No!!!
Im Laufe der Monate dachte ich dann auch über eine Alternative nach. Denn endlos so weitergehen würde das nicht. Das war sogar mir klar. In Haibach bei Aschaffenburg befand sich der Sitz der Fa. Adler Modebekleidung. Meine Eltern standen in geschäftlicher und privater Verbindung zur damaligen Eigentümerfamilie.
Irgendwann kam mir dann die Idee, dort eine Lehre zu machen. Dabei stellte ich mir folgendes Leben vor: Meine Eltern kaufen mir einen Alfa Romeo Spider. Mit dem fahre ich dann jeden morgen offen die halbe Stunde nach Haibach. Das alleine ist schon Genuß. Dort reisse ich die acht Stunden Job ab - Spaziergang. Und abends geht’s dann wieder offen mit Musik nach Hause. Ach ja, und Geld verdiene ich ja auch. Sprit und Auto gehen auch auf die Eltern. Was will man mehr?
Ein paar entscheidende Denkfehler waren in diesem Plan: erstens hatte ich keinen Alfa Spider. Zweitens hätte ich nichtmal reingepasst. Ich war zu groß. Drittens würde nicht jeden Tag die Sonne scheinen auf dem Weg zur Arbeit. Viertens hätte ich da auch lernen müssen. Fünftens, sechstens, siebtens……
Das alles hatte ich aber selbstverständlich nicht erkannt!
Mein Vater brachte es fertig, dass ich unter Umgehung der Personalabteilung einen Termin mit dem obersten Chef bekam, Herrn Wolfgang Adler persönlich. Ein leiser, intelligenter, sympathischer, vornehmer Mann. Wir saßen an entgegengesetzten Kopfenden eines langen Konferenztisches und Herr Adler fragte mich nach meinen Zielen. So schlau, nicht von der Alfa-Geschichte etc. zu erzählen, war ich, aber was ich sagte, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich irgendein Gestammel. Das erkannte er mit absoluter Sicherheit.
Dann sagte er mir sinngemäß mit ruhigem, sehr freundlichem Ton, wobei er mit dem einen Finger einen gedachten Punkt vor sich auf dem Tisch markierte: “Sie stehen heute hier. Machen Sie sich Gedanken, wo Sie in 30 Jahren stehen möchten”. Er markierte dabei einen anderen, gedachten Punkt. “Dazwischen stellen Sie sich ein Meer vor. Behalten Sie Ihr Ziel im Auge und versuchen Sie, so gut es geht in seine Richtung zu segeln. Es kann sein, dass Sie Gegenwind haben und Zick-Zack segeln müssen”. Er markierte dabei einen Teil einer gedachten Route. “Aber segeln Sie niemals zurück!”
Das saß! Es wirkte im Laufe der Zeit immer heftiger nach. Und ich habe dieses Bild noch heute im Kopf.
Selbstverständlich habe ich mich dann nicht bei Adler beworben, sondern habe mir selbst ein Gymnasium gesucht, das bereit war, mich Nichtsnutz noch aufzunehmen. Ich fing an zu lernen und stellte fest, dass manches von dem Lernstoff wirklich interessant war. Mit einem 1,6er Abitur bedankte ich mich dann bei mir selbst - statt, wie vorher immer im letzten Drittel des hinteren Drittels zu navigieren.
Allerdings habe ich einige Etappenziele mit dem verwechselt, was ich wirklich von Anfang an gerne getan hätte - und bin deshalb einige Male Richtung “Zack” gesegelt, wo “Zick” die richtige Richtung gewesen wäre. Heute hoffe ich, zumindest das Ziel zu sehen und in die richtige Richtung zu fahren.
Und genau das wünsche ich Ihnen auch, liebe Leser. Das Ziel zu erkennen - und den Mut und die Kraft zu haben, darauf zuzusteuern.
So, heute melde ich mich zum letzten Mal, in diesem Jahr in diesem Blog.
Wie ist Ihr Jahr gelaufen? Welche Schlüsse und Vorsätze ziehen sie daraus? Ich meine, die, welche Sie auch nachhaltig halten können. Es sollte schon realistisch sein
Die letzten Jahre hatte ich ja immer nur einen Vorsatz: “Ich will so bleiben, wie ich bin!” Ein bisschen provokant, ja. Und auch absichtlich.
Bei mir hat dieses Jahr einige wesentliche Veränderungen gebracht. Zwei Einschneidende davon, bereits Anfang 2011, könnte man Enttäuschungen nennen. Aber wenn man das Wort “Enttäuschung” analysiert, dann ist es das Ende einer Täuschung - und damit ist es gut.
Und ja, mir ging und geht es wirklich gut damit. Geschätzte Menschen meines Umfelds wunderten sich darüber, wie äußerlich unberührt ich die wegsteckte. Innerlich war es übrigens ganz genau so. Ich habe erkannt, dass das Bild, welches ich die ganze Zeit von diesen Menschen hatte, ein Falsches war. Also wurde es zurecht gerückt. Und gut isses!
Mein Leben wurde einfacher, neue Wege und neue Chancen haben sich eröffnet. Genau so wie das Sprichwort sagt: Wenn eine Tür sich schließt, dann öffnet sich eine Andere.
Warum erzähle ich das? Ich möchte Sie einfach ermuntern, die bald kommenden, hoffentlich stillen Tage zwischen den Jahren zu nutzen, Ihre Situation zu betrachten - und die Schlüsse zu ziehen, von denen Sie fühlen, dass sie langfristig die richtigen Entscheidungen sind. Aber nicht mit bösem Blut umsetzen, wenn es irgendwie geht….
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir alle eine Aufgabe in diesem Leben haben. Auch davon, dass wir diese Aufgabe ganz tief in unserem Innern spüren und dass es eine Führung gibt, die uns auf dem Weg dahin hilft. Dieses Schwingungen nehmen wir aber nur wahr, wenn die vielen Störgeräusche unseres Beschäftigtseins abgedämpft werden.
Wenn wir einen kleinen Schritt weiter in dieser Erkenntnis kommen, in Richtung unserer eigenen Lebensaufgabe, dann machen wir garantiert etwas richtig. Bei jedem von uns wird das etwas Anderes sein. Und das ist auch gut so.
Vor ein paar Tagen bei Markus Lanz. Eine interessante Talkrunde mit Bushido, Sido, Maffay, dem Philosophen Richard David Precht - und der Kampfemanze und Möchtegern Anklägerin Gabi Decker.
Es ging, wie sollte es auch anders sein, um Bushido, seine Sprache, seine Texte, seine Songs, seine Videos- und sein Bambi.
Gabi Decker? - hatte ich vorher nie gehört….mal sehen, was sie so zu sagen hatte.
Im Großen und Ganzen ging es eigentlich recht vernünftig zu. Bis die Dame Decker jeweils zu Wort kam. Die kannte tatsächlich offenbar (fast) alle Texte, oder zumindest die mindestens grenzwertigen Textpassagen von Herrn Bushido. Davon machte sie auch kräftig Gebrauch und haute ihm Eine nach der Anderen an den Kopf, so lange sie reden konnte.
Mir ging das Messer in der Hose auf. Und was in meinem Kopf vorging, das beschreibe ich hier lieber nur ganz grob. Frau Decker wurde sofort in die gleiche Schublade wie die unsägliche Desirée Nick geschoben. Da steht “Wichtigtuer, Affektiert, Intelligent, aber Dumm!” drauf.
Naja, Sido empfand ich in den ersten Jahren, als er nur mit seiner komischen Maske auftrat, einfach nur als unterste Kategorie. Heute gibt er sich als fast biederer Mitbürger - mit entsprechenden Ansichten. Das muss man sehen und akzeptieren. Allerdings macht er sein Rapperding (mit entsprechenden Texten) weiter, sagt aber gleichzeitig, er würde dafür sorgen, dass sein Kind diese Sachen erstmal nicht hört. Ergo: das ist sein Geschäft, sein Markt. Er verdient damit Geld. Also macht er es weiter. Business!
Bushido, die sicher zweifelhafte Integrationsfigur, wird in punkto Bambi verglichen mit Herrn Obama, in dem Sinne, dass die Bambiverleihung mehr eine Verpflichtung für die Zukunft darstellt. So weit war man sich einig.
Trotzdem musste die Kampfemanze Decker ihre vorher auswendig gelernten Texte an den Mann bringen. Bushido und Sido waren äußerst defensiv, Peter Maffay und Herr Precht waren ruhig und gut - und Lanz wie immer.
Ich fragte mich die ganze Zeit, wie die Herren in dieser Runde die Ruhe bewahren konnten.
Heute habe ich mir mal die Mühe gemacht und auf Youtube nachgesehen, was Frau Decker in ihren Shows so von sich gibt. Nach maximal zwei Minuten konnte ich es nicht mehr hören.
Wer darüber redet, dass sie teilweise so heiss war, dass sie dachte, ihre Klitoris frisst ein Loch in die Couch, sollte sich meines Erachtens nicht über (sicher zum Teil sehr dumme) Milieusprache der Rapper auslassen. Und ein Wort wie “ficken” bedeutet dort nicht Geschlechtsverkehr, sondern “zurückzahlen”, “sich rächen” etc. Also ob das die Menschen dieser Runde nicht wüssten.
So, und für Frau Decker und Frau Nick habe ich einen kleinen Ausschnitt aus der Bibel, Jesus Sirach, Kapitel 25: “Über Frauen”
……. Kein Gift ist tödlicher als Schlangengift, und kein Zorn ist schlimmer als der Zorn einer Frau.
Lieber mit einem Löwen oder Drachen zusammenwohnen als mit einer bösen Frau! Die Laune einer Frau verändert ihr Gesicht, bis sie dreinschaut wie ein grimmiger Bär. Ihr Mann muß bei den Nachbarn essen gehen; dort sitzt er am Tisch und seufzt, ohne es zu wollen. Jeder Ärger ist klein, verglichen mit dem Ärger, den eine Frau bereiten kann. Das Schicksal der Sünder soll sie treffen!
Eine Frau, deren Zunge nie stillsteht, ist für einen ruhigen Mann genauso anstrengend wie ein steiler Sandhügel für die Füße eines Greises.
Fall nicht auf die Schönheit einer Frau herein! Begehre auch keine zur Frau, nur weil sie Vermögen hat. Ein Mann, der sich von seiner Frau ernähren läßt, muß sich auf Wutausbrüche, Unverschämtheiten und große Schande gefaßt machen. Ein niedergedrücktes Gemüt, ein saures Gesicht und ein gebrochenes Herz - das ist das Werk einer schlechten Frau. Kraftlose Hände und zitternde Knie bekommt ein Mann, der mit seiner Frau nicht glücklich ist. Mit einer Frau hat die Sünde angefangen, ihretwegen müssen wir alle sterben. Gib dem Wasser in deiner Zisterne keinen Abfluß, und einer bösen Frau erlaube keine Unverschämtheit! Wenn sie dir nicht auf Wort und Wink folgt, dann schick sie weg!
Der erste Advent naht. Ich fasse es nicht. Letzte Woche wurde mir das erstmal bewusst. Zu viele Pläne, immer im Tritt, immer etwas zu tun. Zack, und schon ist Weihnachten wieder da.
Geht es Ihnen auch so? Die Zeit fliegt einfach so dahin und plötzlich kann man Kaiser Franz zitieren*
Da fällt mir ein früherer Vermieter eines Ladengeschäfts in München ein. Damals ein altes, angenehmes und zurückhaltendes Ehepaar, ich schätze so um die siebzig. Ich war erst um die dreißig, also kamen sie mir sehr alt, weise und auch distanziert vor, obwohl sie sehr freundlich waren. Bei einem der Besuche, wieder zum Nachmittagstee, sagte der Ehemann sinngemäß: “Wissen Sie, Herr Picard, was ich für die Ouverture gehalten habe, war schon das ganze Konzert”
Es wird Zeit, das zu erkennen, bevor man nur noch die Reprise hört…
Und hier passt einmal das Wort, welches mittlerweile leider sehr abgeflacht klingt: Carpe Diem.
Viele Grüße
Stefan Picard
*”Ja ist denn jetzt schon Weihnachten?”
Stefan Picard (Dienstag, der 22. November 2011 / 11:00) | 1 Kommentar | Permalink
Eine interessante kleine Diskussion letzte Woche, die ich mit einem langjährigen und geschätzten Freund hatte, bewegte mich zu diesen Gedanken.
Landläufig und oberflächlich betrachtet gehöre ich zu den Träumern. Ich glaube zum Beispiel, das da ein Schutzengel um mich herum ist, der, ganz nebenbei bemerkt, seit meiner Geburt ganz schön viel zu tun gehabt hat. Und immer noch gut im Training bleiben muss.
Immer wenn es eng wird, ist er parat. Wenn es Führung braucht, muss ich nur in mich gehen - und es gibt Wege.
Okay, Hirnforscher können das, wie auch viele andere Gefühle, sicher mit irgendwelchen physikalischen oder chemischen Prozessen erklären, die da ablaufen. Aber ob das die wirklichen Ursachen sind? Wer weiss das schon. Dahinter könnten auch Schwingungen stecken. Schwingungen, denen unser ganzes Universum gehorcht. Vom kleinsten Teilchen bis zu den Planeten. Vielleicht ist ja das Große ein Abbild des Kleinen und alles hat EIN System.
Der Träumer fühlt Schwingungen, die sich vielleicht auch in irgendwelchen “Wesen” artikulieren. Der Realist glaubt nur, was er messen kann.
Aber wo wären wir ohne die Träumer? Ohne die Menschen, die Visionen haben? Ohne Menschen, die aus ihren Visionen dann irgendwann auch Erkenntnisse gewinnen, welche die Menschheit weiter bringen. Nikolaus Kopernikus, der (vielleicht nicht als Erster) berechnet hat, dass die Erde rund ist. In seinem Werk darüber hat er, um es sich nicht mit er Kirche zu verderben, darauf hingewiesen, dass das ein reines Rechenmodell ist.
Thomas Alva Edison, der uns die Nutzung der Elektrizität ermöglicht hat. Eine Kraft, die vorher nicht bekannt war. Wo wären wir heute ohne sie?
Die Beispielreihe könnte man beliebig fortsetzen. Natürlich gibt es auch beliebig viele Beispiele mit “Träumern” deren Träume oder Visionen sich nicht verifizieren ließen.
Aber ich stelle die Frage, ob der Realist, der nur glaubt, was er sieht und berechnen kann, nicht in Wahrheit ein Träumer ist - weil seine implantierte Brille den Blick zwar scharf fokussiert, aber eben ohne Weitwinkel oder Weitsicht eingestellt ist.
Und vielleicht ist der Träumer der Realist. Die Sachen, welche er sieht und fühlt, “materialisieren” sich erst viel später. Vielleicht auch erst, nachdem er den Weg über die Brücke zum Jenseits gegangen ist.
Oder auch nicht.
Aber genau das macht unsere Existenz interessant, spannend, lebenswert.
Viele Grüße
Stefan Picard
P.S. Und weil wir gerade vom Träumer reden. HIER ist ein Link zu meinem Song, über den die Diskussion war. Es heisst: “Wenn Du Engel” bist und ist mir morgens um 5 Uhr im Traum eingefallen. Ich bin aufgestanden und habe die Basismelodie grob aufgenommen, damit sie nicht verloren geht. Der Text ist mir am nächsten Morgen einfach zugeflogen.
Der Song ist über und für Schutzengel. Meinen und Ihren. Und für alle, die noch Schutzengel werden
Was würden Sie sagen, wenn der deutsche Staat für den Bürger folgende Annehmlichkeiten zur Verfügung stellen würde:
1. Elektirizität ist kostenfrei für alle Bürger
2. Es gibt keine Bankzinsen. Alle Darlehen bleiben unverzinst.
3. Das Heim ist eines der Grundrechte. Jeder Bürger hat ein Recht auf eine Wohnung.
4. Alle Neuvermählten erhalten rund 35.000,– EUR, damit sie sich ein Appartment leisten können.
5. Bildung und medizinische Behandlung sind kostenfrei
6. Falls jemand Bauer werden möchte, dann bekommt er ein Gelände, ein Haus, Ausrüstung, Samen und eine Viehherde für seinen Start - alles kostenfrei.
7. Wenn ein Bürger nicht die notwendige BIldung oder medizinische Versorgung im eigenen Land erhalten kann, dann bezahlt der Staat nicht nur die entsprechende Behandlung/Schulung im Ausland. Die Person bekommt auch noch monatliche eine Pauschale von knapp 2.000,– EUR.
8. Autokäufe werden vom Staat mit 50% bezuschusst.
9. Der Benzinpreis beträgt ca. 11 Cent/Liter
10. Das Land hat keine Schulden, sondern rund 150 Milliarden Cash Vermögen.
11. Wenn ein Bürger nach einer abgeschlossenen Ausbildung keine Beschäftigung im eigenen Land findet, bezahlt der Staat ihm ein Durchschnittsgehalt dessen, was ein Beschäftigter in seinem Beruf verdient.
12. Ein Teil der Staatseinnahmen wird direkt auf die Bankkonten aller Bürger verteilt.
13. Für jedes neugeborene Kind erhält die Mutter rund 3.500,– EUR.
14. 25% der Menschen haben einen Universitätsabschluss
Das klingt doch wie im Schlaraffenland, oder? keine Existenzängste, weil auch im Falle der Nichtbeschäftigung ein Durchschnittsgehalt der Berufsgruppe gezahlt wird. Unterstützung hier und da. Kein HartzIV, Und so weiter.
Wenn das stimmt was ich im Internet gefunden habe, dann waren das die Bedingungen in Libyen vor dem Sturz von Gaddafi. Vorstellbar ist vieles davon, denn das Land ist - und Gaddafi war, sehr reich.
Wenn aber solche Bedingungen herrschen, wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit dass der Volksaufstand von innen kam? Die Menschen müssten doch hochzufrieden gewesen sein.
Ist es dann nicht wahrscheinlicher, dass Kräfte von außen nachgeholfen haben?
Gaddafi war ein Despot, Mörder, Terrorist. Ein Unmensch. Möglicherweise hatte aber auch dieser Unmensch gute Seiten. Ich bin mal gespannt, was da noch alles in den nächsten Monaten und Jahren ans Licht kommt…
Falls Sie die eine oder andere oben gemachte Behauptung verifizieren oder falsifizieren können, dann bin ich Ihnen sehr dankbar.
Viele Grüße
Stefan Picard
P.S. Für alle, die gerne “Lübien” sagen - inklusive der Nachrichtensprecher und unser Herr Außenminister. Ich kann diese Phonetik aus der Schreibweise “Libyen” nicht herauslesen…..
Angesichts der Tatsache, dass viele Banken nun schon zum zweiten Mal innerhalb von 3 Jahren vor der Insolvenz gerettet werden müssen, wird der Eine oder Andere auch etwas Schadenfreude empfinden. Vielleicht besonders, wenn man selbst durch gekündigte oder nicht gewährte Kredite das Gefühl hatte, von Banken nicht fair behandelt worden zu sein.
Leider geht dieser Schuss aber nach hinten los. Denn das Geld, das wiederum zur Rettung der Geldhäuser eingesetzt werden soll, ist das Ihre. Auch das Geld, das Sie selbst von den Institutionen nicht erhalten haben, sei es für einen Konsumenten-, Kontokorrentkredit oder eine Geschäftsinvestition.
Und es ist klasse, dass endlich Menschen aufstehen und demonstrieren, wie die von Occupy Wallstreet. Menschen, die helfen, kollektives Bewusstsein zu schaffen!
Auch in Deutschland gab es am letzten Wochenenden in einigen Städten Demonstrationen. Es ist zu hoffen, dass auch die Spieler das mal sehen.
Wie ein Finanzprodukt entsteht, für das wir jetzt alle blechen sollen, erzählt auf sehr witzige Weise der Kabarettist Chin Meyer anhand einer erfundenen Fuselanleihe bei Markus Lanz. Höchst amüsant - und leider höchst authentisch.
Alles hat zwei Seiten. Und wenn wir über eine gute Seite am Tode Steve Jobs sprechen können, dann darüber, dass man sich dieser Tage mal wieder mehr seine Aussagen betrachtet. Zweifellos war Mr. Jobs ein erfolgreicher Businessmann.
Erfolg kommt erst einmal von innen. Ohne eine Vision, wie etwas aussehen könnte, gibt es keine Handlungsanweisungen, kein Handeln, keinen Erfolg. Ein gutes Beispiel finden Sie auch in DIESEM Blogbeitrag.
Und: ein Metafaktor ist sicher die Tatsache, dass die angebotene Leistung für den Kunden mehr emotionalen Nutzen bringt, als ihm das Geld wert ist, das er dafür bezahlt.
Steve Jobs spricht über Erfolgsfaktoren, die in der Kommunikation hauptsächlich in der Vermittlung der “Core-Values” bestehen, der inneren Werte, die ein Unternehmen repräsentieren. Er zeigt als Beispiel “Nike” an. Die haben nicht über ihre Sohlenkonstruktion gesprochen, sondern sie haben große Athleten geehrt.
Herr Jobs fragt, wofür “wir” stehen. Am Beispiel Apple definiert er “Menschen mit Passion, welche die Welt zum Besseren ändern möchten”
Wie soll man das aber kommunizieren? Er spricht dann von den vielen Menschen, die ihn bewegt haben und die er verehrt, weil sie die Welt zum besseren verändert haben, seien sie lebendig oder bereits tot. Sicher ist er sich bei den Toten, dass sie einen MAC benutzt hätten, wenn sie noch leben würden.
THINK DIFFERENT ist die logische Konsequenz dieser Denkweise.
Menschen, die verrückt genug sind, zu denken, sie könnten die Welt verändern sind die, welche das auch tun!
Im zweiten Video spricht er über innere Erfolgsfaktoren, von denen er zwei benennt:
Hingabe und Liebe zu dem, was man tut: Der Unterschied zwischen denen, die scheiterten und denen, die auch harte Zeiten in ihrer (selbst gestellten) Aufgabe überstanden, ist Durchhaltevermögen. Das kommt von der Passion für das, was man tut und der Liebe zu dem, was man tut.
Man muss ein guter Talentscout sein und die Fähigkeit haben, die Fähigkeiten eines Menschen zu erkennen, ihn in die richtige Richtung zu führen und seine Stärken zu nutzen.
Das sind selbstverständlich unvollständige Kernauszüge aus diesen interessanten Videos.