wieder einmal stehen wir erstaunt und fassungslos vor einer Situation, bei der ein verirrter Mensch unzählige Menschen getötet hat. Aus konditioniertem Denken, dass eine multikulturelle Gesellschaft nicht akzeptabel ist.
Ein “Christ” war das, der keine Menschen anderen Hintergrunds oder anderen Glaubens akzeptiert.
Wir leben alle unter dem selben Himmel. Und wenn es einen Gott gibt, dann ist er für alle gleich. Religionen sind für mich der Versuch, Gott zu interpretieren, und die Menschen dieser Interpretation nahe zu bringen.
Wer sind wir aber, dass wir uns ein Bild von Gott machen? Wenn es ihn gibt, und wenn er alles erschaffen hat, Pflanzen, Tiere, Menschen, das Universum, dann ist das alles so unvorstellbar groß, dass es mir mit meinem schwachen Geist definitiv nicht gelingt, mir das noch Größere vorzustellen.
Jeder Begriff für ein “göttliches Prinzip” oder eine “göttliche Macht”, oder auch das Bild von dem bärtigen Mann auf dem Thron (aus der Kirche und von meiner Oma) sind dafür eigentlich schon Blasphemie.
Wenn es Gott gibt, dann sind wir Geschöpfe Gottes. Und dann gibt es einen “göttlichen Geist”. Und der ist weder in einem Gewehrlauf, noch in verblendetem Hassgehabe, sondern in uns drin. Voll Liebe, Güte, Stille.
“Die Wahrheit ist nicht laut! - Und wer sie sehen will - der ist ganz still” Das habe ich vor über 20 Jahren in einem Lied geschrieben, als ich relativ krank war. Es hat mir sehr über schwere Zeiten geholfen. Vielleicht möchten Sie einmal reinhören. HIER können Sie das.
Nur ein paar Gedanken….
Ich gedenke den Opfern von Norwegen und allen anderen Menschen, die Opfer von Ungerechtigkeit sind.
wird unsere Mutter Erde noch in diesem Jahr haben. Jede Sekunde werden drei Menschen geboren.
Seit 1989 ist jeweils am 11. Juli Weltbevölkerungstag. Und in diesem Jahr sind leben an diesem Tag rechnerisch 6.973.762.00 Menschen. Das ist ein neuer Höchsstand.
Bis zum Jahr 2050 wird es jeden Tag einen neuen Bevölkerungshöchsstand geben, sagen die Prognosen. Dann wird die Erde nochmal 2,2 Millionen Menschen mehr ernähren müssen, nämlich 9,2 Millionen.
1987, das ist gerade 24 Jahre her, überschritt die Weltbevölkerung die 5 Milliarden Grenze.
Das ist eine enorme Herausforderung für Energie, Ernährung, Fairness. Je mehr die Menschen der Entwicklungsländer ihr gerechtes Stück vom Weltkuchen bekommen, desto mehr sollten wir Menschen darüber nachdenken, welche Resourcen uns zustehen.
Nur mal für ein paar Sekunden zum darüber nachdenken….
Wir kennen das alle, wenn wir Glück haben, nur aus den Nachrichten. In einer Wohnsiedlung fühlt sich jemand befleißigt, die Ordnung auf der Straße, besonders auf den Parkplätzen durchzusetzen. Er zeigt deshalb fleißig Falschparker, Zu-lang-Parker etc. bei der Gemeinde oder Polizei an. Das darf ja bekanntlich jeder. Dafür gibt es in der Regel mehr Verachtung als Lob - außer von der Behörde, welche die Knöllchen in bare Münze umsetzen darf.
In der virtuellen Welt gibt es diese Menschen auch. Sie leisten eine aufklärende Arbeit, weil sie Menschen ertappen, die sich unredlich verhalten (haben). Und die wurden kürzlich auch mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Die Rede ist von Guttenplag WIKI. Dort fühlen sich die Damen und Herren von der Internetpolizei berufen, die schriftliche Vergangenheit von Menschen zu durchleuchten - und gegebenenfalls an den Pranger zu stellen. Zwei bekannte Politiker haben deshalb bereits ihren Doktortitel zurückgeben müssen.
Mir ist es völlig egal, ob eine Person, und sei sie noch so populär, einen, zwei, fünf, zehn, oder keinen Doktortitel hat. Was beweist denn ein solcher Titel? Nur, dass ein Mensch eine bestimmte Leistung in einem Fachgebet erbracht HAT. Er sagt oft nichts darüber aus, ob der Mensch in dem Job, den er gerade macht, auch wirklich gut und kompetent ist. Gewissermaßen ist auch dieser Titel ein Blender.
Ein Maurer, der ein Haus gebaut hat, das nach x-Jahren noch steht, in das es nicht hineinregnet etc. hat eine Arbeit geleistet, die mindestens genau so viel wert ist. Das merkt man spätestens dann, wenn man kein Dach über dem Kopf hat. Das Gleiche gilt für viele andere Berufe, in denen Menschen tagtäglich nachhaltige, gute und KONSTRUKTIVE Arbeit leisten.
Ich frage mich immer, was solche Menschen antreibt, die in ihrer Freizeit nichts besseres zu tun haben, als Dreck bei anderen Menschen zu suchen, die also DESTRUKTIVE Arbeit “leisten”. Irgendwie fällt mir dann immer die Sache mit dem Splitter im Auge des Nächsten und dem Balken im eigenen Auge ein. Sind die krank, unterbeschäftigt, frustriert, oder leiden sie unter Minderwertigkeitskomplexen? Ich verstehe es einfach nicht.
Und das dann auch noch mit einem Grimme-Preis zu würdigen….., da bin ich mal gespannt, wann die erste Gemeinde auf die Idee kommt, einen selbsternannten Parkwächter mit einem Orden zu belohnen.
Sparbeschlüsse in Griechenland am 29.6! Das Volk tobt. Die Demonstranten schreien, das Geld sei nicht an sie geflossen, sondern von korrupten Politikern verblödet oder eingenommen worden.
In einem STERN Interview ließ die parteilose Politkerin Liana Kanelli (LK),57, welche für die kommunistische Partei im Parlament sitzt, einige Aussagen los, beim lesen derer ich mir mal gleich die Zehennägel angetaped habe, damit sie sich nicht steil nach oben biegen. Frau Kanelli ist angeblich parteiübergreifend als Volkes Stimme anerkannt. Wenn das die Denke in Griechenland ist, dann sollen die ihren Laden dort alleine aufräumen.
Auf die Frage, wann “wir” denn unser Geld zurück bekämen, antwortete LK: “An dem Tag, an dem Ihr Euch an die richtigen Leute wendet. Denn das griechische Volk hat Euer Geld nicht. Geht in die Schweiz, nach Liechtenstein und London. Fragt die Chefs der multinationalen Konzerne”
Auf das Argument des Reporters, das Geld sei an die gewählte Regierung überwiesen worden und “wir” wollten das irgendwann zurück, sagt LK lakonisch: “Darling, das ist Euer Problem, nicht unseres”
Okay, über den Stil kann man ja streiten.
LK wirft “uns” vor, wir hätten die offensichtlich gefälschten Statistiken akzeptiert und gezockt - in der Hoffnung auf Geschäfte: U-Boote, Waffen, Panzer. 10% des griechischen Haushalts würden dafür draufgehen. Diese Waffen seien nötig, so LK, um Griechenland vor “unseren” türkischen Freunden zu schützen, von denen sich die Griechen bedroht fühlen.
Dazu kämen die hohen Sozialausgaben für die mittlerweile 1,7 Millionen Flüchtlinge aus Pakistan, Libyen, Afghanistan, den Ländern, in denen “wir” Kriege führen. Und gleich darauf sagt LK: “Was stellt Ihr Euch so an? Ihr habt doch viel mehr Geld für den Wiederaufbau Ostdeutschlands ausgegeben”
Liebe Frau Kanelli, es ist ein bedeutender Unterschied, ob ich Geld in mein eigenes Haus investiere, in dem ich möglichst angenehm leben und mit den anderen Bewohnern auskommen möchte, als wenn ich meinen halb insolventen Nachbarn unbesichert Kohle leihe in dem Wissen, dass er seit seiner Selbständigkeit nur ungefähr ein Drittel seiner Schulden überhaupt zurückbezahlt hat. So ist nämlich die Geschichte Griechenlands.
57% der griechischen Steuereinnahmen kommen von den kleinen Leuten, In Deutschland ist das krass anders. Hier zahlen die 10% Spitzenverdiener circa 55% der Steuern, die Geringverdiener tragen nur zu 10% zum Steueraufkommen bei. Das passt auch zu der Einschätzung, dass in Griechenland ca. 1/3 der Steuern hinterzogen werden.
Es ist unendlich traurig, dass eine Menge Menschen, die ehrlich gearbeitet haben oder ehrlich arbeiten wollen, nicht einmal das Nötigste zum Leben haben. Dort habe ich Mitleid und großes Verständnis. Egal, ob das in Deutschland, Griechenland oder anderswo auf der Welt ist. Wenn das aber durch die eigene Blödheit, Entschuldigung, ich meinte “Unfähigkeit” passiert, dann sollte man doch eher mal helfen, dass gewisse Regelungen auch umgesetzt werden, auf gut Deutsch, mal die Löcher im Fass stopfen. Immer wieder neues Wasser in das Fass zu schütten, bringt uns nicht unbedingt weiter…..
….dann stopf es oh Henry, oh Henry, dann stopf es.
“Womit denn Karl-Otto, Karl-Otto, Karl-Otto….
Warum erinnert mich dieses Video an die Situation?
Wenn sie heute als normaler Mensch mit einigermaßen gesundem Menschenverstand in Deutschland ein Geschäft machen wollen, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne einen Rechtsbeistand nicht sehr weit kommen.
Abgesehen von dem Anmeldeprozedere bei den verschiedenen Ämtern, das ja noch in den Griff zu bekommen ist, werden Sie Allgemeine Geschäftsbedingungen und viele weitere, rechtlich relevante Dokumente benötigen (die sowieso im Ende nicht viel weiterhelfen, aber vielleicht halt doch gerade einmal). Und dann gibt es eine Menge anderer Faktoren, die besonders dann zu beachten sind, wenn Sie es mit dem Endverbraucher zu tun haben. Das Stichwort heisst “Verbraucherschutz”.
Da gibt es zum Beispiel Widerrufsklauseln beim Onlinegeschäft. Die müssen in Ihren Geschäftsbedingungen stehen. Nein, nicht einfach so da drinnen stehen. Deutlich abgehoben muss das sein, damit auch der Dümmste das noch irgendwie mitkriegt. Und bei der Auftragsbestätigung dann nochmal. Auch ganz deutlich.
Bis heute gibt es weiterhin beispielsweise eine Rechtsgrundlage, nach der ein Onlinekäufer unter anderem Ware bis zum Wert von 40 EUR für sich kostenfrei an den Verbraucher zurücksenden kann. Ich weiss aus früheren Onlineshopjahren, wie raffiniert diese arglosen und schutzbedürftigen Verbraucher da sein können. Die machen mehrere Bestellungen, jeweils für Auswahlsendungen, und schicken dann jeweils das zurück, was entweder nicht passt, nicht gefällt oder nach einmal tragen seinen Job getan hat. Die Folge: erhöhte Kosten für den Shopbetreiber, die sich logischerweise in der Kalkulation niederschlagen und zum Schluss allen auferlegt werden.*
Jetzt, nach einer neuen EU-Harmonisierungsrichlinie, über die am 23.6.11 entschieden werden soll, fällt diese 40 EUR Regel wahrscheinlich weg. Das heisst aber noch lange nicht, dass sich wesentliches verändert, denn der Markt wird entscheiden, inwiefern einzelne Shops diese Möglichkeit überhaupt umsetzen können.
Für die arglosen Verbraucher wird es aber in den Shops einen zusätzlichen Button geben müssen, mit dessen anklicken sie bestätigen, dass sie eine kostenpflichtige Leistung erwerben. Ja, wo sind wir denn? Wer im Shop bestellen, seine Adressdaten ausfüllen, Zahlungsinformation etc. geben kann, der sollte doch eigentlich wissen, dass er gerade etwas kauft. Oder?
Nur damit wir uns richtig verstehen. Ich habe weder etwas gegen Umtauschmöglichkeit, noch gegen Auswahlmöglichkeiten zu Hause. Das sind wichtige Servicefunktionen. Wenn ich als Verbraucher aber nicht das Haus verlassen muss, Sprit, Parkgebühren, Kosten und Zeit spare, alles in die Wohnung gebracht bekomme. Dann kann ich doch meinen Beitrag leisten, wenn mir etwas nicht gefällt und die paar Euro berappen.
Warum ist es immer der DAU, der dümmste anzunehmende User (Verbraucher), nach dem alles ausgerichtet wird und ausgerichtet werden muss. Das führt doch auf Dauer zur Verblödung aller.
Dies ist nur ein Beispiel aus einem Lebensbereich, der mich immer wieder den Kopf schütteln lässt. Man könnte das fast unendlich fortführen - zum Beispiel mit unserem Schilderwald, wo vor jeder etwas engeren Kurve gewarnt wird, auch wenn sie übersichtlich ist (ich sehe das in den meisten Fällen auch ohne die Schilder). Irgendwann wird jemand den Staat oder das Land verklagen, weil er an einer Stelle in den Graben gefahren ist, wo ein Hinweisschild fehlte. Falls das nicht bereits geschehen ist. Und so weiter.
Und was kommt dabei heraus? Eine Schafherde unmündiger Bürger, die sich von einer relativ kleinen, aber doch zu großen, Menge von Verwaltungsköpfen sagen lassen, was sie zu tun und zu lassen haben. Und die besonders Schlauen, die diese Regelungen für ihren Vorteil nutzen, entgegen dem Geist dessen, was beabsichtigt war.
Es braucht Regeln im Umgang miteinander. Klare und deutliche Regeln für fairen Umgang und gegen Übervorteilung jeder Art. Aber es gibt auch Grenzen. Und es gibt gewisse Grundanforderungen, die man an mündige Bürger stellen können muss.
Oder?
Viele Grüße
Stefan Picard
*Von einem Bekleidungsshopbetreiber weiss ich, dass er bei Damenjeans Rücksendequoten von fast einhundert Prozent hatte. Deshalb wurden diese vorübergehend aus dem Programm genommen. Deren Fehlen hat jedoch negative Auswirkungen auf die Bestellungen anderer Produkte gehabt, sodass er wieder Jeans verkauft….
Facebook plant offenbar einen großen Börsencoup. Auf 100 Milliarden Dollar soll das Unternehmen beim Börsengang bewertet werden. Im vergangenen Frühjahr lag die Bewertung noch bei 50 Milliarden. Eine Verdoppelung in gut 3 Monaten. Aber neben dem Universum und der menschlichen Dummheit gibt es ja noch etwas, das grenzenlos sein kann. Die Fantasie. Und damit hat schon viel Geld den Eigentümer gewechselt.
Die reinen Wachstumszahlen bei den Neuregistrierungen mit 14 Millionen im April und 12 Millionen im Mai sprechen noch für eine Werterhöhung. Die Zahl der aktiven Nutzer in Amerika, das sind Menschen, die sich mindestens einmal im Monat einloggen, ist jedoch von 155,2 Millionen auf 149,4 Millionen gesunken.
Das kann eine temporäre Delle sein. Oder ein Trend.
Aus der Geschichte wissen wir. Vor ca. 5 Jahren war myspace das Maß aller Dinge. Ein cooles Portal, bei dem man das Aussehen seiner Seite selbst (mit einfachsten Mitteln) verändern könnte. Da war ein Musicplayer verfügbar, Fotoalben, Foren nach Themen wie Musik, Dating, Business - (fast) alle Lebensbereiche waren kategorisiert. Man fand dort relativ einfach Menschen mit ähnlichen Interessen. Ich selbst habe dort im sogenannten Acoustic Forum Menschen getroffen aus vielen Erdteilen getroffen, mit denen ich noch heute zusammenarbeite - und befreundet bin.
Damals hat Rupert Murdoch das Portal für 550 Mio. US-Dollar gekauft. Und ein paar Monate später hat er von Google für die Werberechte für 3 Jahre 900 Mio. US-Dollar kassiert. Peng, das war eine Lektion in erfolgreicher Akquisition. Auf den ersten Blick.
Heute ist der Laden unverkäuflich!
Was war passiert? Ein gewisser Mark Zuckerberg hatte eine neue Form der Kommunikation entdeckt - und die kam offenbar gut an. Im Prinzip ist ja Facebook von seiner Grundstruktur her nichts anderes als das, was in anderen Portalen ein Gästebuch war. Die “Wall”, auf der alles steht, ist ein sachlich unstrukturiertes Gebilde von allen möglichen, meist trivialen Informationen der Personen, mit denen man “befreundet” ist. Darüber hinaus gibt es eine Menge Spiele, Chatmöglichkeiten usw. mit denen man trefflich seine Zeit totschlagen kann.
Bei myspace kam dazu, dass dieses Portal sein Wachstum technisch schwer verkraftete. Immer wieder gab es technische Probleme. Die Menschen konnten nicht posten. Die Stimmung wurde schlecht. Noch einen obendrauf setze Herr Murdoch, indem er die Contentgeneratoren, also seine schreibenden Mitglieder in den Foren mit strikten Regeln und zum Teil rigorosen Administratoren verärgerte. Das, was als coole, frei gestaltbare Community seinen Wert gewann, wurde ein Ballon mit einem kleinen Loch drin, dem plötzlich die Luft ausging.
Bei Facebook passiert technisch momentan das Gleiche. Fehler und das Nicht-Funktionieren häufen sich. Menschen sind verärgert - und machen sich auch im Portal Luft. Die Vergleiche mit dem “Anfang vom Ende” bei myspace sind immer wieder zu hören. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass die Zahl der aktiven User sank.
Die generelle Frage ist, ob bzw. wann ein solcher Moloch technisch überhaupt beherrschbar sein kann. Da müssen Server aufgestellt, synchronisiert, abgesichert werden etc. Da müssen Datenleitungen bereitgestellt werden. Und das alles weltweit, rund um die Uhr. Das ist eine mächtige Aufgabe. Und ein riesengroßes Gebilde. Es erinnert mich immer an die Dinosaurier. Die waren irgendwann auch einmal weg.
Allerdings spricht die zunehmende Vernetzung der Welt gegen die Dinosaurierthese - und ich glaube auch nicht daran. Aber beim Facebook Börsengang kaufe ich nix.
Haben Sie Freunde? Mehr als Sie Finger an den Händen haben? Oder vielleicht nur einen oder zwei?
Und warum sind das Ihre Freunde? Ist das Sympathie, sind Sie zusammen durch dick und dünn gegangen? Oder einfach nur gute Freizeitkollegen? Ist das überhaupt echte Freundschaft - und wodurch zeichnet die sich aus?
Meine Definition ist immer gewesen, dass ein Freund einem in der Not hilft. Man kann mit ihm reden, sich austauschen. Man bekommt eine ehrliche Meinung, die aber eben Meinung des Freundes bleibt. Keine Vorschrift. Was man damit macht, bleibt einem selbst vorbehalten. Denn auch der Freund, so nah er mir sein möge, hat nicht das komplette Meta-Informations- und Gefühlsraster, das mich antreibt.
Nach dieser Definition kann ich auch Freund zu einer Person sein, die nicht mein Freund ist. Ich helfe. Er (oder sie) vielleicht nicht.
Freundschaft ist eine Balance zwischen Energie (und Zeit), die man gibt und Energie, die man erhält. Und wenn diese Balance langfristig ins Wanken gerät, dann ist auch eine Freundschaft in Gefahr. Aber auch eine solche Situation, die man ja gemeinhin als eine “Ent-Täuschung” bezeichnet, hat etwas Gutes. Eine Täuschung ist vorüber.
Eine schöne Zeile eines unbekannten Autors, die ich in einem meiner Songs verwendet habe:
“Was Du für jemanden bist, zeigt keine Geschenk, das er Dir macht.
Kein Wort, das er Dir sagt.
Nur Zeit, die er Dir gab”
Bevor jetzt wieder jemand anfängt, mich zu analysieren….. das sind einfach Picard’s philosophische drei Minuten. Das Leben ist so vielschichtig, enthält so viele Gedanken, Gefühle usw. Diese zu teilen hilft vielleicht dem Einen oder Anderen, seine eigenen Gedanken zu einem solchen Thema zu entwickeln.
Haben Sie sich je Gedanken gemacht welche Wirkung Ihre E-Mail Alias auf Ihr eventuell unbekanntes Gegenüber hat? Welche reale Person erwartet jemand hinter einem Pseudonym wie knuddelbaer@ihrprovider.de? Ein amüsanter Artikel auf Yahoo beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Internet-Psychologe Graham Jones unterscheidet dabei gleich 11 unterschiedliche Nutzertypen.
Laut Jones könnte der oben erwähnte Knuddelbär auf eine kitschige Person hindeuten, oder als sexueller Aufruf missverstanden werden.
Nutzen Sie hingegen Ihren Spitznamen als Alias, z.B. hotte@ihrprovider.de, so wirkt dieser Name für den Großteil aller Adressaten sinnfrei, und nur Ihre Freunde wissen tatsächlich etwas damit anzufangen.
Mit noch mehr Vorsicht sind Namen, die Sie selber über den Klee loben, zu genießen. Weltherrscher@ihrprovider.de, soll vielleicht demonstrieren, welch toller Hecht sich am anderen Schirm verbirgt, erreicht aber häufig genau das Gegenteil, und lässt eher auf kompensierte Komplexe schließen.
War Ihr E-Mail Typ nicht dabei, rate ich den ganzen Artikel auf Yahoo zu lesen, den Link finden Siehier.
Ein Randbemerkung noch am Schluss. Auf Yahoo sind sämtliche Beispieladressen mit @yahoo.de aufgeführt, ein geschickter Schachzug für die Suchmaschinenfreundlichkeit. Bleibt zu hoffen, dass die Adressen nicht tatsächlich so vergeben sind und sich deren Besitzer nun über ein Meer neuer Emails freuen dürfen.
Der Kachelmann Prozess ist vorbei. Erst einmal. Denn der Staatsanwalt Oltrogge hat ja bereits im Vorfeld für den Fall eines Freispruchs Rechtsmittel angekündigt. Dazu passt so wunderbar das Bild, das ich im Internet gefunden habe mit dem aussagekräftigen Text in seinem Gesicht.
Aber auch nach dem Freispruch sehe ich, außer Kachelmann’s Anwälten, nur Verlierer:
Da ist Jörg Kachelmann, vorher allseits beliebter und geschätzter Wettermoderator, Anchorman des Wetters sozusagen. Seine, sagen wir mal “unkonventionelle” und gesellschaftliche wenig angesehene Art des Privatlebens wurde über mehr als ein Jahr in aller Öffentlichkeit ausgebreitet - mit Details, die niemanden etwas angehen. Darüber hinaus bleibt der Restverdacht, ob er denn tatsächlich Täter ist. Von dem Vermögensverlust und den Auswirkungen auf seine finanzielle Zukunft wollen wir mal garnicht reden.
Da ist das vermeintliche Opfer, deren Name geheim gehalten wird (das finde ich übrigens mal gut, dass hier die Presse wirklich die Klappe hält). Frau Soundso hat sich durch Lügen selbst ins Zwielicht gestellt und steht mindestens halb als Lügnerin da.
Da ist das Staatsanwaltsteam, allen voran Herr Oltrogge. Obwohl Langhaariger - und damit eigentlich bei mir (ebenfalls Langhaarigem) unter besonderem “Kumpelschutz”: was der Mann sich leistet, geht meines Erachtens auf keine Kuhhaut. Wenn mich ein Zeuge in wesentlichen Punkten anlügt, wie kann ich ihm dann in anderen Punkten überhaupt noch glauben und meine Anklage darauf stützen? Hoffentlich ist er so schlau und lässt das mit dem Rechtsmittel - damit wieder Ruhe einkehrt. Im Interesse aller Beteiligten. Und auch in seinem. Denn lächerlich gemacht hat er sich in meinen Augen bereits genug.
Die Gewinner: Anwalt Schwenn und seine Kollegin Combé. Messerscharfer Verstand, ein nicht zu klein geratenes Selbstbewußtsein und die Fähigkeit, die innere Mauer zu ignorieren, wenn man wieder über Grenzen geht. Oder anders ausgedrückt: Bedingungslos für den Mandanten eintreten. Koste es was es wolle. Kein Sympathieträger per se, aber Hut ab Herr Schwenn!
So, und jetzt bitte bitte bitte lasst es gut sein.
Ich will nichts mehr von dem ganzen Kram hören oder lesen müssen.
Letzten Samstag hatten wir ja mal wieder Weltuntergang - und keiner ging hin. Jedenfalls einer nicht. Gott
In den Medien wurde dieses Thema ausgiebig behandelt, mit ernsten und spaßigen Kommentaren. Einer sagte wieder einmal den Satz “Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter” - und ein anderer fügte sinngemäß hinzu: “da lagst Du wenigstens an einem Tag richtig”
Nun, das ist richtig und eben doch nicht. Wer so richtig Angst vor dem Tod hat - und den letzten Tag entsprechend verbringt - für den ist diese Empfehlung sicher nichts.
Betrachtet man aber die Seite des Lebens unter dem Aspekt, den Tag zu nutzen, dann sieht die Sache schon anders aus. Und da wage ich zu behaupten, dass man garantiert mehr als einmal richtig liegt mit dem, was man tut.
Was würden Sie tun, wenn Ihnen der Arzt sagte, Sie hätten nur noch eine kurze Zeitspanne, diese könnten Sie aber noch bei relativ guter Lebensqualität verbringen? Die Antwort auf diese Frage könnte Ihnen bei Ihrer weiteren Lebensplanung weiter helfen. Sie ist ein Indikator dafür, was Ihnen wichtig ist. tun Sie das gerade? Oder wenigstens etwas ähnliches?
Oder ist Ihnen der Preis für das, was Sie gerne täten (heute noch) zu hoch? Es hat etwas mit Lebensumstellung, vielleicht erheblichen temporären Einkommenseinbußen, Verlust von sozialem Ansehen etc. zu tun.
Aber das letzte Hemd hat ohnehin keine Taschen. Da ist das Leben bzw. der Tod dann wieder fair
Gott hat in einem Interview außerdem gesagt, dass ER die Welt dann beendet, wenn ER dazu bereit ist. Lesen Sie das Interview hier im Borowitz Report