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„Schon als Kind habe ich quer und laut gesungen! Zuhause hörten wir klassische und zeitgenössische Musik. Wagner, Mahler, aber auch Schostakovich.”
Doch Annick Moerman ging einen langen Umweg bis sie zu ihrer Stimme fand. Nach dem Abitur hätte sie sich auch ein Studium der Architektur vorstellen können, ein Fach, das in ihrer Heimat Belgien wenig Zukunft bot. Ohne klare Vorstellung studierte sie Physik und anschließend Politikwissenschaft.
„Erst als ich schon verheiratet und schwanger war habe ich mich getraut, Gesang zu studieren. Seither bin ich aus ganzem Herzen Sängerin, glücklich, wenn ich in Verbindung mit dem Publikum und der Musik stehe. Da fühle ich mich am rechten Platz. Singen gibt mir das Gefühl, dass ich nicht nur Mutter, Ehefrau oder Lehrerin bin. Ich selbst spiele beim Singen keine Rolle mehr. Ich bin einfach ich, ganz authentisch.”
Der Weg dorthin war nicht immer einfach. Kompromisse, Kinder. Doch: „Da ich meine Kinder jung bekommen habe, beschäftigt mich das Thema heute nicht mehr. Mein ältester Sohn studiert in Belgien und der zweite ist bald weg. Ich fühle mich ganz frei!” Eine neue private Herausforderung liegt nun darin, die Partnerschaft mit ihrem Mann neu zu definieren, so dass jeder frei, glücklich und erfolgreich bleiben kann.
Annick ist Mitglied bei Amnesty International und unterstützt Rüdiger Nehbergs Projekt „Target” (www.target-human-rights.com), das sich für die Beendigung von Genitalverstümmelung an Mädchen und Frauen weltweit einsetzt.
„Ich versuche mich und die Welt von innen heraus zu ändern.” Musik, Friede und Liebe ausstrahlen sind ihr wichtiger als politische Debatten.
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Als einerseits Unternehmensberater und anderseits Business- und Management-Coach fasst Thomas Göller beide Tätigkeiten unter dem Begriff „Der Business-Mentor” zusammen. Jedem der bereit ist unternehmerisch zu denken und sich weiterzuentwickeln, „hält er die Leiter nach oben.” Dabei legt er auch immer wieder „Robin-Hood-Projekte” für Klienten auf, die sich seine Unterstützung (noch) nicht leisten können.
„Ich empfinde große Zufriedenheit bei dem was ich tue. Es ist einfach schön mit anzusehen, wie meine Kunden wachsen und ihre Ziele erreichen.” Für sein eigenes Gleichgewicht sorgt Göllers Frau Ute. „Sie hält mir den Rücken frei und zeigt mir sehr deutlich, wenn es ein Ungleichgewicht gibt.” Zeit zur Besinnung bringt dann ein Spaziergang mit dem Labrador-Rüden Waroo.
„Es gibt für mich keine Alternative zu dem, was ich heute tue.” Zwar war sein Weg zum Business-Mentor mit Umwegen verbunden. Doch sieht Göller diese als notwendige Erfahrungen, um seine Arbeit mit hoher Qualität ausführen zu können. „Seit 1988 bin ich Unternehmer. In diesen zwanzig Jahren war die Art meines unternehmerischen Handelns offenbar Anlass für viele Menschen, bei mir nachzufragen und um Unterstützung zu bitten. Auf diese Nachfrage habe ich reagiert… Sicher hatte ich auf meinem Lebensweg auch Vorbilder. Heute habe ich mich davon gelöst und versuche, meinen eigenen Weg zu gehen. Denn nur wer vom Weg abweicht, hinterlässt eigene Spuren.”
Doch diese Spuren müssen keine großen sein. Für Göller sind es zunächst einmal die kleinen Dinge, die sich ändern sollten: „Wenn jeder Mensch auf dieser Welt, jeden Tag seinem Nachbarn ein freundliches Wort sagt und ihn mit Toleranz und wertschätzender Achtung begegnet, sind wir sicher schon ein großes Stück weiter. Es sind doch gerade die Unterschiede zwischen den Menschen, die das Leben so spannend machen, oder?”
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Brandt verwandelt kryptische Codezeilen in solch schöne Seiten wie sie in der Bizzlounge erscheinen. Und wie wird man Internetanwendungsentwickler? Indem man eine wesentliche Voraussetzung mitbringt: Die Lust am Tüfteln.
„Als ich an den ersten Internetseiten bastelte, war an so etwas wie Berufung nicht zu denken. Eigentlich wollte ich zusammen mit einem Freund Musik für Multimediaanwendungen anbieten. Doch die Kunden suchten immer mehr nach Anwendbarkeit im Netz und so wuchs ich sozusagen mit den Wünschen meiner Kunden mit. Es gab aber auch noch einen anderen Grund dafür, dass ich mich zunehmend mit der Entwicklung beschäftigte: Vom Webdesign lässt sich nicht mehr vernünftig leben, da der Markt durch große Agenturen auf der einen und Stümpern auf der anderen Seite kaputt gemacht wurde.”
Von irgendwo her muss das Geld zum Leben ja kommen. Als Musiker, der er im Herzen geblieben ist, ließ sich nicht genug verdienen. Und mit dem Künstlerleben ist es spätestens dann vorbei, wenn man für mehr als sich selbst verantwortlich ist. „Als mein Sohn zur Welt kam, musste ein regelmäßiges Einkommen her. Als dann meine erste Tochter geboren wurde, war es vorbei mit dem Leben als Künstler. Ich habe diese Entwicklung allerdings nie bereut, da nicht mal die Musik mir mehr zu geben vermag als meine Kinder.”
Der Job nimmt viel Zeit in Anspruch. Zu viel, wie Brandt meint. „Ich bin selbständig. Das heißt ich arbeite selbst und ständig.” Und wenn er dann doch einmal über Freizeit verfügt, und diese nicht von den Kindern beansprucht wird, dann macht er Musik.
Mit seiner damaligen Band brachte Brandt zwei Alben heraus. „So in der Richtung Postpunk, Wave, Gothic, Batcave, aber ohne Okkultismus und Todesallüren ;)”, beschreibt er die musikalische Richtung. Klingt für den Laien irgendwie nach laut, aggressiv und düster. Und etwas von dieser „Brandtgefahr” schwingt auch noch in seiner Sicht der Dinge mit:
„Diese unsägliche Trennung von Kapital, Wertschöpfung und Mensch muss wieder in Einklang kommen … Wenn nicht die abseits stehenden Menschen in den Industriegesellschaften zur Revolte rufen, dann die Armenhäuser der Welt, und das zu recht. Niemand darf zusehen müssen, wie das eigene Kind verhungert, an Krankheiten stirbt, die längst heilbar sind, wie es verkauft oder als Soldat missbraucht wird.
Mein Glaube an die Vernunft hat sich spätestens dann verabschiedet, als ich in einem Interview mit einem Vorstand der großen Ölkonzerne las, dass er sich nicht vor dem Wasserstoffauto fürchte, da sie ein Verfahren hätten, Wasserstoff aus Öl zu raffinieren … Unser Umgang mit der Natur muss einfach mehr von Vernunft und Staunen geprägt werden, als von Gier und Luxusstreben.” Klingt nicht, als hätte sich Peter Brandt bereits von der Vernunft verabschiedet.
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Yoga und Freimaurerei - zwei nicht alltägliche Interessen, die der Philanthrop seinem Motto voran stellt: „Das persönliche Wohlbefinden aller Menschen soll in der Welt an erster Stelle stehen.”
Während der Schwangerschaft seiner Frau lernte er zum ersten Mal Yoga kennen. Sofort war er Feuer und Flamme. Und dieses Licht brennt noch immer lichterloh. Siebenundzwanzig Jahre ist das nun her. Wesselhöft wurde von dem indischen Yogi Bhajan inspiriert. Dessen Worte lehrten ihn, selbst zu lehren. Das Schreiben kam dann ganz wie von selbst. Zwei seiner Bücher seien vorgestellt. Die Neuerscheinung „Grün macht glücklich - Die Grüne Diät” (Herz-Verlag) und „Kundalini-Yoga - Eins werden mit sich und der Welt” (Schirner-Verlag).
„Ich bin Meister des Yoga und muss dabei nicht einmal auf dem Kopf stehen. Ich richte Menschen auf… Es macht mir Spaß, Menschen über ihre Grenzen zu bringen und wenn sie sich nach gelungener Herausforderung über eine gerade und schmerzfreie Wirbelsäule freuen. Beim Schreiben verbinde ich mich mit meiner rechten Gehirnhälfte und liebe es, komplizierte Sachverhalte in eine Form zu bringen, die alle verstehen.”
Seine Vorstellung von einer besseren Welt findet der Vater einer erwachsenen Tochter in einem alten „Rotbuch” des Wagenbach-Verlags wiedergegeben: „Ökotrophia”. Es handelt vom Modell einer friedvollen Welt, in der alle Konflikte zur Sprache kommen und gemeinsam - ohne Regierung und in kleinen Gruppen - geregelt werden.
Ein wenig von dieser Utopie mag er in der Gemeinschaft unter Freimaurer-Brüdern verwirklicht finden, wo er Toleranz, Unterstützung und Anregung erfährt. Neben dieser geistigen Arbeit mit symbolischen Werkzeugen steht seine Vorliebe für künstlerisches Schaffen, das er neben dem Lehren des Yoga mit seiner Frau teilt.
„Ich mag gerne sehen, wie etwas unter meinen Händen entsteht. Ich habe leider erst einen Goldschmiedkurs belegt. Dabei habe ich immer eine große Ruhe und auch Bestätigung empfunden.” Die Befriedigung, die Thomas Wesselhöft in seinem Tun erlebt, ist er bereit mit jedem zu teilen, der sich weiterentwickeln möchte. „Ich verbinde Inspiration mit Lachen und Freude.”
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„Für mich ist eigentlich jeder Mensch in zumindest einem Punkt ein Vorbild. Manche Menschen verbinden natürlich mehrere nachahmenswerte Eigenschaften, andere weniger. Ich muss ja nicht alles übernehmen.”
Dr. Dorrit Hakala ist keine gewöhnliche Ärztin. Obwohl sie zunächst das klassische Medizinstudium wählte, beschäftigt sie sich mehr mit den alternativen Methoden der Heilkunde; neben Homöopathie und Ernährung auch mit Dorn-Therapie, einer sanften Methode des Einrenkens.
„Viele Menschen sind durch die vielfältigen medizinischen Angebote verunsichert und lassen sich von Ärzten auch gegen ihren Willen Dinge aufdrängen, da sie nicht informiert sind. Für mich ist es wichtig herauszufinden, was die Patienten genau wollen. Ich versuche dieses Gebiet ganzheitlich zu sehen und da gehört für mich die Einheit Körper-Seele-Geist hinein und somit auch der Glaube.”
So wundert es nicht, dass die Medizinerin schon immer von der Homöopathie fasziniert war. Über die Dorn-Therapie kam sie zur Osteopathie, einer alternativmedizinischen Behandlungsform bei krankhaften Veränderungen der Knochen. Schon immer wollte sie die Kräfte der Natur für die Gesundheit nutzen und baut vielfältige Heilkräuter in ihrem Garten an. Hier verbinden sich Hobby und Beruf - ganzheitlich eben.
„Ich kann mir viele Dinge vorstellen, die ich teils schon nebenher mache. Gartenbau mit Zucht von alten Kultur- und Heilpflanzen, Bio- und Permakulturanbau. Kochkurse „Aus dem Garten in den Topf”. Aktiv unterstütze ich die Artenvielfalt im Landbau. Arbeiten mit Holz, Gebetsrunden, Taizégebete. Und wenn ich mehr Zeit hätte wüsste ich noch viele Dinge, die ich machen könnte.”
Für Dorrit Hakala ist der Beruf in die Gesamtheit ihres Lebens eingebettet. Sie möchte Menschen zu einer besseren Gesundheit und den Krankheiten vorbeugenden Lebensweise verhelfen.
„Außerdem will ich, so es Wunsch der Patienten ist, die Hoffnung auf die heilende Kraft Gottes stärken. Der Mensch ist eine Einheit aus Körper-Geist-Seele. Dies sollten die Menschen wahrnehmen und danach handeln. Die Menschen müssten sich mehr um die Umwelt sorgen und versuchen möglichst wenig zu schaden und auch aufzubauen. Ansonsten sollte mehre ein geistliches Verhalten auch im Beruf Einzug halten. Die Menschen müssten eigenverantwortlicher leben und die politischen Strukturen sollten die ermöglichen.”
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Wenn Sie Ihre 200 Führungskräfte an einer Strategie-Entwicklung beteiligen möchten, geht das mit Papp-Kärtchen nicht mehr.
Da braucht es einen Metaplan zur Digitalen Moderation. Und den hat Peter Tandler mit seiner Firma teambits entwickelt. Mit dem Software-Programm ist es möglich, größere Gruppen von Menschen an einem Diskussions- oder Entscheidungsprozess zu beteiligen.
Es macht einfach Spaß mitzuerleben, wie plötzlich Leben in einen Raum kommt, in dem vorher nur alle still dagesessen sind. Ich finde es motivierend zu sehen, wie begeistert Menschen sind, wenn sie sich durch die Möglichkeit der Digitalen Moderation auf einmal aktiv an einem Prozess oder einer Veranstaltung beteiligen können.
Peter Tandler ist davon überzeugt, dass die Komplexität vieler Probleme zunimmt, dass sie von einem Individuum alleine nicht gelöst werden können. Dies bedeutet auch, dass die Art und Weise, wie in Organisationen Entscheidungen getroffen werden, sich entsprechend wandeln müssen. Alle Beteiligten müssen in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Genau diese Philosophie führte zur Entwicklung der Digitalen Moderation.
Auf die Idee, eine eigene Firma zu gründen, wäre ich nie gekommen. Dann schloss das Fraunhofer Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme in Darmstadt. Das gab den Auslöser, darüber nachzudenken, die Entwicklung der Digitalen Moderation in einer eigenen Firma weiterzuführen.
So entstand der Metaplan. Aber Peter Tandler kann auch im Kleinen: Mit seiner Irish Folk Band nahm er kürzlich seine zweite CD auf.
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„Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn die Idee im Kopf entsteht, und danach die Musik mit dem Film, dem Text, dem Thema zu einer Symbiose verschmilzt. Gänsehaut oder Tränen sind da keine Seltenheit. Da weiß man, dass es funktioniert.“
Ohne es zu wissen hat man wahrscheinlich schon einmal von ihm gehört. Selcuk Torun komponiert für Film und Fernsehen. Als Produzent unterstützt er Nachwuchskünstler – Talent vorausgesetzt. Sein Urteil über deren Können basiert auf eigener Erfahrung: „Mit siebzehn hatten wir eine Band. Wir waren grottenschlecht.“
Und doch entschloss er sich, das musikalische Handwerk von Grund auf zu lernen. Seine damaligen Lebensumstände genügten als Antrieb. Musikmachen und nebenbei als Gas- und Wasserinstallateur arbeiten, das hatte er sich anders vorgestellt. „Ich hasste diesen Job auf dem Bau und dessen Umgangston. Als Türke war das damals extrem hart.“ Später, als er sich ein eigenes Haus mit Tonstudio baute, profitierte Selcuk Torun von seiner Handwerkerlehre. Umsonst war sie also nicht gewesen.
Vor zwanzig Jahren begann er mit seinem neuen Beruf als Komponist und Produzent, mit dessen Lehrzeit er noch weitere zwanzig Jahre zubringen will. „Es war damals eine gute Entscheidung und man lernt in keinem Beruf wirklich aus. Zu kneifen und zu wechseln, weil es gerade einmal nicht läuft, ist absolut gegen meine Natur.“
Als Vorbilder nennt er Menschen, deren Leidenschaft und Liebe zu ihren Berufen und Zielen immer größer waren, als alles was dagegen sprach (wie zum Beispiel die deutsche Bürokratie, wie zum Beispiel die Unmengen von Steuergesetzen). „Da muss ich mir meine Selbständigkeit immer wieder schön reden.“ Trotzdem liebt er dieses Land.
„Ich bin ein in München geborener Türke, eingebürgerter Deutscher seit 1999. Ich hatte jederzeit die gleichen Chancen wie andere und wurde immer gleich behandelt. Dieses Land ist mit Abstand eines der liberalsten, sozialsten und anständigsten Länder, die es auf der Welt gibt.“
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