Archiv für die ‘Portrait’ Kategorie
Dienstag, 19. Mai 2009
Vor die Wahl gestellt tauscht „Frau” den Kochlöffel gegen den Golfschläger. Nicht so Iris M. Stegmayr: „Als Führungskraft in einem großen Unternehmen hab ich mir irgendwann gesagt, wenn du jetzt nicht den Absprung schaffst, wirst du krank unter dem Druck, dem man in einer Sandwichposition ausgesetzt ist. Jetzt ziehe ich sechs Tage die Woche eine ‚One-Woman-Show’ in meinem kleinen vegetarischen Restaurant durch. Den Golfschläger musste ich leider zugunsten des Kochlöffels in die Ecke stellen. Dafür schwinge ich manchmal den Pinsel, um ein passendes Bild fürs Restaurant zu malen.”
Nicht in einem hohen Gehalt und in Sicherheiten ist ihrer Meinung nach Erfüllung zu finden. Die Berufung macht den Unterschied. Schon als Kind verköstigte Iris M. Stegmayr die Pfadfinder und hätte eigentlich gleich ihrer Leidenschaft folgen können. Wäre sie nicht dem Irrtum unterlegen, dass sie beim alltäglichen Kochen die Lust daran verlieren könnte. Heute denkt sie anders: Die Taten folgen dem Denken.
„Viele verbinden den Begriff Vegetarier immer noch mit Bildern vom ungewaschenen Waldschrat in Zimtlatschen und der Emanzentussi in lila Latzhosen, die trockene Körner hinunterwürgen. Ich versuche Menschen auf sanfte Art zu überzeugen, dass ein genussvolles Speisen in stilvollem Ambiente auch ohne Tierleichen auf dem Teller funktioniert. Es gibt so viele, auch traditionelle Gerichte, die ganz ohne Fleisch auskommen, satt machen und kulinarisch wie optisch ein Genuss sind. Zudem führe ich hochwertige Weine auf meiner Karte. Kochen ist für mich eine der kreativsten Tätigkeiten und meine „kleinen Werke” kann sich fast jeder leisten - und im besten Fall will er immer mehr davon …”
Auch wenn es noch keine berühmten vegetarischen Köche gibt, findet sie die Verbindung von gesundem Kochen und sozialem Engagement wie zum Beispiel bei Jamie Oliver bewundernswert. Ein stärker altruistisch ausgerichtetes Denken würde ohnehin den dringenden Wandel im Umgang der Menschen mit den Lebewesen auf der Erde verändern. Wie Iris M. Stegmayr sagt: „Dem Denken folgt die Tat.”
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Dienstag, 5. Mai 2009
„Denkt an unsere Kinder, schaut in ihre Augen, dann wisst ihr, was zu tun ist! … Tut es und tut es heute, schon morgen kann es verboten sein … Dies mag kein perfekter Plan sein, ein Anfang ist es allemal und wir gehen schon mal los … Ich bin ein Foo, und Du?”
Vielleicht steckt ja in uns allen bereits ein kleiner Foo und wir wissen es bloß noch nicht. Hier Dziarnowskis Beschreibung: „Ein Foo packt an, handelt überlegt, zeigt Optionen auf, lebt nachhaltig, denkt nach, gibt Antworten, stellt Fragen, hat eine Meinung, hilft anderen, bringt gute Ideen nach vorne, unterstüzt Ideen in der Tripple Bottom Line (Drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft).”
Warum er selbst zum Foo wurde: „Wenn ich in die Gesichter meiner Kinder blicke, weiß ich, dass wir ihnen eine Zukunft geben müssen. Diese Zukunft darf nicht auf Schulden aufgebaut sein, sondern muss aktiv und positiv gestaltet werden. Nachhaltige Lebensführung mit ökonomischem, ökologischem und sozialem Bewusstsein gehörte in unserer Familie schon immer zur Kernphilosophie. Deshalb freue ich mich ein Foo zu sein und ein Unternehmen zu führen, das sich genau meinen Qualitätsansprüchen widmet. Ich freue mich auf die Zukunft.”
Den Wunsch, die Welt jeden Tag ein bisschen besser zu machen, hegt Dziarnowski schon immer: „Als Schüler unterstützte ich Greenpeace, klebte Plakate für Klaus Staeck … Nun habe ich die Möglichkeit, etwas Nachhaltiges für uns alle zu tun - Nach der Utopia-Konferenz in Berlin 2008 beschloss ich The Foo zu gründen und ein Foo zu werden.”
In seinem Unternehmen betreut er nun das Projekt „klimaneutrale Schule” und betreibt nachhaltiges Marketing. Seit Jahren unterstützt er Dr. Florian Langenscheidt und dessen Organisation „Children for a better World”, für die er einen über 1000mal verschenkten „CHILDREN Bär” einwickelte. Und eine Thankga-Malschule der Himalayan Light Foundation in Nepal bezieht ihre Energie aus einer von dem Foo gespendeten Solaranlage.
Nach turbulenten Beraterjahren an Standorten wie London, dem Schwarzwald und Bonn diktiert jetzt die Familie Dziarnowskis Arbeitsbedingungen. „Ab 14:00 Uhr und am Wochenende gehört Papa uns!”, fordern seine Kinder und finden dabei die Unterstützung ihrer Mutter. Konsequent arbeitet der Foo nur noch am Vormittag.
„Leider erwiesen sich meine beruflichen Vorbilder in der Rückschau als Nieten, wie z.B. Herr Zumwinkel, dem ich persönlich zuarbeiten durfte. Ich lernte ihn als sehr integeren Mann kennen, doch manchmal wir man von der Realität dann doch überrascht. So bin ich nun ein „empirischer Skeptiker”, was Vorbilder angeht. Fan der Rock-Gruppe Queen und deren Sänger Freddie Mercury. Machmal wünsche ich mir, ich hätte mit der Musik (ich habe 13 Jahre lang Keyboard und Saxophon gespielt) weitergemacht und nicht vor über 20 Jahren aufgehört. Keyboarder in einer Rockband wäre ich auch gerne …”
Wer weiß, mit der richtigen Foo-Einstellung klappt es ja vielleicht auch noch mit der Musik -wie sang Freddie einst?: I Want It All!
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Dienstag, 21. April 2009
Die Welt wird sich weiterdrehen, aber das „Wie” entscheiden wir. Diesem Motto folgend trifft Simone Düllmann-Peckert ihre Entscheidungen täglich, pragmatisch und mit Leidenschaft.
Ursprünglich als „Mädchen für Alles” in einem Verlag angestellt, schuf sie sich ihren Arbeitsbereich nach eigenen Vorstellungen und Wünschen. Heute betreibt sie Zielgruppenspezifisches Direktmarketing mit allen kreativen Freiheiten und Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten einzusetzen.
„Ich liebe meinen Job, keine Frage. Ich bin stolz darauf sagen zu können, dass ich mich schon sonntags immer auf mein Büro am Montagmorgen freue.”
Optimale Arbeitsvoraussetzungen scheinen ein Hauptgrund für ihre Motivation zu sein: „Mein Hund begleitet mich täglich, was mir wichtig ist. Und auch meine Kinder dürfen mit ins Büro, wenn Not am Mann ist. Das ist klasse und sehr familienfreundlich. Ansonsten telefoniere ich gerne (wie Frauen das eben so tun) und e-maile jede Menge. Mein persönliches Netzwerk in der Direktmarketingbranche ist ein unerschöpflicher und unbezahlbarer Wert.”
Ohne Vortäuschung falscher Tatsachen - wie sie es nennt - verdient sie Geld für die Familie und meistert dabei den Spagat zwischen den zu vielen Ferientagen, spontanen Unterrichtsausfällen und Putz- und Konzeptionstagen im Kindergarten. Aber mit Anrufweiterleitung, Home-Office, flexiblen Arbeitszeiten und oft einer Extra-Schicht am Abend kriegt sie das immer ganz gut hin, verrät sie.
Alternativen zu ihrem Job kann sie sich bei aller Zufriedenheit durchaus vorstellen. Das Spektrum ihrer Vorstellungen reicht da von der Zirkusdirektorin über die Architektin bis hin zur Gründung einer Kinderhilfsorganisation.
„Ein richtiges Vorbild habe ich nicht. Aber der Dalai Lama gehört dazu, Gandhi und meine Oma! Meine Oma, weil sie immer einen Rat wusste und immer gute Laune hatte. - Neulich fragte mich ein Freund ob ich schon mal eine volle Kaffeetasse nach meinem Partner geschmissen hätte. Die Frage entsetzte mich, zeigt sie doch die Respektlosigkeit im kleinen Rahmen des Miteinanders. Und so setzt sich das fort mit Party-Teilnahmen am Karfreitag über Mobbing im Unternehmen. Gegenseitiger Respekt und Verständnis, Toleranz gegenüber anderen, das müssen wir mehr leben. Denn: Die Welt wird sich weiterdrehen, aber über das „Wie” entscheiden wir.”
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Dienstag, 7. April 2009
Yoga und Freimaurerei - zwei nicht alltägliche Interessen, die der Philanthrop seinem Motto voran stellt: „Das persönliche Wohlbefinden aller Menschen soll in der Welt an erster Stelle stehen.”
Während der Schwangerschaft seiner Frau lernte er zum ersten Mal Yoga kennen. Sofort war er Feuer und Flamme. Und dieses Licht brennt noch immer lichterloh. Siebenundzwanzig Jahre ist das nun her. Wesselhöft wurde von dem indischen Yogi Bhajan inspiriert. Dessen Worte lehrten ihn, selbst zu lehren. Das Schreiben kam dann ganz wie von selbst. Zwei seiner Bücher seien vorgestellt. Die Neuerscheinung „Grün macht glücklich - Die Grüne Diät” (Herz-Verlag) und „Kundalini-Yoga - Eins werden mit sich und der Welt” (Schirner-Verlag).
„Ich bin Meister des Yoga und muss dabei nicht einmal auf dem Kopf stehen. Ich richte Menschen auf… Es macht mir Spaß, Menschen über ihre Grenzen zu bringen und wenn sie sich nach gelungener Herausforderung über eine gerade und schmerzfreie Wirbelsäule freuen. Beim Schreiben verbinde ich mich mit meiner rechten Gehirnhälfte und liebe es, komplizierte Sachverhalte in eine Form zu bringen, die alle verstehen.”
Seine Vorstellung von einer besseren Welt findet der Vater einer erwachsenen Tochter in einem alten „Rotbuch” des Wagenbach-Verlags wiedergegeben: „Ökotrophia”. Es handelt vom Modell einer friedvollen Welt, in der alle Konflikte zur Sprache kommen und gemeinsam - ohne Regierung und in kleinen Gruppen - geregelt werden.
Ein wenig von dieser Utopie mag er in der Gemeinschaft unter Freimaurer-Brüdern verwirklicht finden, wo er Toleranz, Unterstützung und Anregung erfährt. Neben dieser geistigen Arbeit mit symbolischen Werkzeugen steht seine Vorliebe für künstlerisches Schaffen, das er neben dem Lehren des Yoga mit seiner Frau teilt.
„Ich mag gerne sehen, wie etwas unter meinen Händen entsteht. Ich habe leider erst einen Goldschmiedkurs belegt. Dabei habe ich immer eine große Ruhe und auch Bestätigung empfunden.” Die Befriedigung, die Thomas Wesselhöft in seinem Tun erlebt, ist er bereit mit jedem zu teilen, der sich weiterentwickeln möchte. „Ich verbinde Inspiration mit Lachen und Freude.”
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Dienstag, 24. März 2009
Während eines Praktikums entwickelte der angehende Ingenieur seine Verbindung zu Peru. Daraus folgten „Litzl N-projects” zur Rettung des Regenwaldes, bei dem ihn peruanische Freunde unterstützen.
„Im Regenwald entdeckte ich meine Faszination für die Natur. Die Bilder zerstörter Flächen verursachten in mir eine Aufbruchstimmung, die mich zum Handeln motivierte.”
Seither versucht Stefan Litzl Menschen klarzumachen, dass der Verzicht auf einen kleinen Teil ihres Reichtums einen Reichtum der ganzen Menschheit retten kann. So unscheinbar sein n-project auch erscheinen mag, so bestärkt es ihn in seinem Gefühl, nicht tatenlos bei der Zerstörung lebenswichtiger Naturressourcen zuzusehen. „Aller Dinge Anfang ist klein”, sagt er sich angesichts des enormen Potentials zur Ausweitung des Projekts, in das in einer Art Familienangelegenheit sowohl seine Partnerin als auch seine Eltern eingebunden sind.
Dem passionierten Bergsteiger dient Reinhold Messner als Vorbild: „Von ihm kann ich lernen, wie man sich selbst motiviert, wie man mit Grenzen umgeht und aus seinen Erfahrungen lernt. Zudem ist er eine lehrreiche Persönlichkeit in Sachen Selbstvermarktung und Kreativität.”
Nicht nur zum Land, auch zu seinen Menschen entwickelte Litzl eine innige Beziehung; „Weihnachten 2008 richteten meine peruanischen Mitglieder von N-Projects gemeinsam mit meinen deutschen Freunden ein Fest für Kinder aus der Erdbebenregion ICA in Peru aus. Zusätzlich versorgten wir fünfzig Straßenkinder mit dem Nötigsten. Und in einem Armenviertel von Lima haben wie eine Wassertank mit Filtersystem aufgebaut. Die Kinder verfügen jetzt über einen Fussballplatz und eine kleine Gemeinschaftsapotheke in der man auch „Erste-Hilfe” lernen kann, wurde eingerichtet.”
Denn: „Wenn wir uns wirklich um die Natur und die Zukunft sorgen, müssen wir aufhören, es den anderen zu überlassen, all die Probleme zu lösen. WIR sind es, die die Welt von morgen retten können; DU und ICH.”
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Montag, 9. März 2009
„Ich verhelfe Menschen zu der unbezahlbaren tiefen Befriedigung und Freude etwas wirklich Gutes zu tun und aktiv mitzuwirken zu können, die Welt in ihren dunkelsten Winkeln ein wenig heller und besser zu machen.”
Der deutsche Vorstand der Hilfsorganisation Opportunity International schleppte den damals selbständigen Berater in die Slums von Mosambik. Der Anblick der unvorstellbaren Lebensumstände veränderte sein Leben. Anstatt sich an einer Gesellschaft für regenerative Energien zu beteiligen, wurde Wolfgang Bönsch Fundraiser für mikrofinanzierte Projekte der OID (www.oid.org).
Noch lieber wäre er privatisierender Millionär, wäre gerne so vermögend, dass er selber viel mehr Geld in diese Form der Armutsbekämpfung investieren könnte. Doch auch durch die vielen guten Kontakte und Gespräche, aber besonders durch die nachweisbaren Erfolge wird er immer wieder aufs Schönste belohnt:
„Durch meine Tätigkeit werden tausende von ärmsten Menschen aus bitterer Armut in ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben hineingeführt. Sie sind nicht mehr auf Almosen angewiesen, sondern können sich und ihre Familie auf Dauer versorgen.”
Seine sinnvolle Arbeit wirkt sich auch auf sein Familienleben aus. Ein glücklicher Ehemann und Vater, der davon überzeugt ist, dass sich besonders die westliche Welt auf Gott, auf das ewige Woher, Wozu und Wohin besinnen sollte. Hierzu empfiehlt Wolfgang Bönsch die Lektüre „Pardon ich bin Christ” von C.S. Lewis.
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Montag, 23. Februar 2009
Nach seiner Tätigkeit befragt gibt KarlHeinz Karius an, er sei irgendetwas zwischen Agentur-Senior-Chef, Strategie-Berater, Werbe-Texter, Netzwerker, Unternehmer und Libero. Zu ergänzen wären seine Angaben mit mindestens noch den Attributen: achtfacher Großvater, Musischer und Autor.
Eine solche Konzentration von Schöpfungskraft lässt keinen Zweifel daran, dass niemand KHK besser porträtieren könnte als KHK selbst. Lesen Sie seine Antworten und raten Sie, welche Fragen wir ihm stellten:
„Haarausfall. Die Rückrunde des Karlsruher Sportclubs.”
„Ich springe auch mit 74 Jahren immer noch lieber in der Manege durch brennende Reifen anstatt in der Loge zu sitzen. Wenn man seine Arbeit liebt, sollte man nicht nur mit ihr flirten. Man muss sie heiraten. Zum Glück hat mir meine Frau 48 Jahre Bigamie verziehen.”
„Mein Herz gehört den Machern. Es macht mich stolz, seit Jahrzehnten zur Ringecke von Unternehmern und Managern zu gehören, die Großes bewegen. Wie man ohne verbale Umweltverschmutzung und Dampfplauderei werblich auf Erfolgskurs bringen kann, habe ich mit meinem Agentur-Team immer wieder bewiesen - in völlig unterschiedlichen Branchen, für Unternehmen und Institutionen aller Ligen und Gewichtsklassen…”
„Ein bisschen Vater Teresa-Syndrom ist bei mir wohl nicht zu verbergen. Ich bringe wahnsinnig gerne die Richtigen zusammen- und das sind für mich Macher, die die pragmatische Attacke lieben…”
„Hinter mir liegen Jahrzehnte leidenschaftlicher, leider ergebnismäßig unerwiderter Liebe zum Tennissport… Nach wie vor leide und jubele ich als Spieler-Vater (jetzt Opa) bei dramatischen F- bis B-Jugend-Begegnungen am Spielfeldrand von Fussball-Vereinen, die nicht ausnahmslos zur Champions League-Elite zählen…”
„Alle, deren Weg ich begleiten durfte und für die Loyalität auch bei Gegenwind nie ein Fremdwort war. Die immer in den Spiegel schauen konnten, weil sie es mit Souveränität, Augenmaß und Humor schafften, auch vor Königsthronen im Lot zu bleiben.”
„Meine verbalen Untaten (als Hobby-Schriftsteller) wenden sich an Leser ohne Hornhaut auf der Seele, die gerne, lächelnd nachdenken. Der Autor bittet um großherzige Berurteilung seiner verbalen Untaten. Er erträgt geduldig jede Menge Kritik, vorzugsweise überschwängliches und gerne auch unbegründetes Lob.”
So soll es sein! Wir bieten sowohl dem Autor als auch dem „Leser ohne Hornhaut auf der Seele” die Möglichkeit, sich die verbalen Untaten alltäglich in der Bizzlounge anzuschauen. Unter der Rubrik „Seelenschmeichler” werden wir einige Kostproben aus KHKs Werk „Jedes Kalenderblatt ist ein Wertpapier, dessen Kurs wir selbst bestimmen” vorstellen.
Uns allen ein Lächeln beim Nachdenken - und auch da gilt: Besser Karius als Karies.
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Dienstag, 10. Februar 2009
Ihrer Mutter verdankt sie die geschärfte Wahrnehmung und die Kunst des genauen Hinsehens. Mit dem Zeichnen von Naturmotiven und alten Bauten schulte Cosima Reichwein ihr Auge bereits als Kind. Denn nur wer genau hinschaut, vermag die Schönheit zu erkennen, die ihn umgibt. Wer dann auch noch in der Lage ist, die gewonnenen Eindrücke in eine authentische Bildsprache umzusetzen, der darf sich zu Recht „Bildbotschafterin” nennen.
„Mit Hilfe von Bildbotschaften wird komplexes einfach und erhält außerdem einen hohen Erinnerungswert. So stelle ich die Einzigartigkeit von Unternehmen, deren Dienstleistungen und Produkte verständlich dar.”
Und es macht ihr Spaß für ein Unternehmen dessen Einzigartigkeit zu finden und zu definieren. Cosima Reichwein sorgt dafür, dass sich ihre Kunden durch eine authentische Wahrnehmung von deren Mitanbietern abheben und bei deren Neunkunden besser in Erinnerung bleiben. „Wahrnehmung mit Haftwirkung!”, nennt sie das, „die Neukunden erkennen sofort den Vorteil oder die Einzigartigkeit eines Unternehmens. Daraus resultieren mehr Umsatz und Gewinn für meine Kunden.”
Was einmal ihr Beruf hätte werden sollen, betreibt sie heute noch als Hobby: Sport in Form von Skifahren, Inlinen, Fahrradfahren und Tanzen. „Eigentlich wollte ich Sport studieren. Aber einige Trainingsunfälle haben mir aufgezeigt, dass meine Bänder zu schwach sind. Also blickte ich auf die Einsen in der Schule. Musik und Kunst waren die Alternativen. So habe ich mich für die Schönen Künste entschieden.”
Cosima Reichwein übernimmt soziale Verantwortung und hält nicht viel von Macht- und Egodenken. Sie unterstützt mehrere Organisationen und bietet Praktikumsplätze für Schüler und Jugendliche, die sie dann auch auf die Aufnahmeprüfung für die Hochschule vorbereitet. Gerade entsteht ein vegetarisches Kochbuch, für das sie konzeptionell, funktionell und gestalterisch verantwortlich ist. So manche Erfahrung aus ihrer Arbeit im Garten mag dabei auch einfließen.
„Den Anderen nicht als Gegner sehen, sondern als einen anderen Aspekt Gottes.” Das wünscht sich Cosima Reichwein und auch dieser Gedanke von ihr wäre dann - um bei ihren Worten zu bleiben - eine „Wahrnehmung mit Haftwirkung.”
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Montag, 26. Januar 2009
Günter Peham arbeitet am Aufbau und der Verbreitung einer WERTEbewegung. Vielleicht hat er sich aus diesem Grund den Apostel Paulus zum Vorbild gewählt. Prallelen des Wandels sind durchaus erkennbar.
„Ich habe weitgehend immer getan, was mir Freude bereitet hat. Meine Insolvenz mit der Tischlerei 1991 hat mich dazu bewogen intensiver über den Sinn des Lebens nachzudenken. 1993 habe ich eine bewusste Entscheidung für Jesus Christus getroffen. Dies hat mein Leben radikal verändert und mein Interesse für Menschen noch gesteigert. Mein Drang, herauszufinden wie wir das Zusammenleben besser und menschenwürdiger gestalten können, war meine größte Motivation. 1999 empfing ich die Vision von einer unabhängigen Gesellschaft basierend auf den Schöpfungsprinzipien und den Grundwerten wie Respekt, Ehrlichkeit, Menschlichkeit und Demut. Mir wurde klar, dass diese Art des Zusammenlebens nur in der göttlichen Liebe möglich ist. Diese Vision setze ich heute im Rahmen on WERTEVOLLLEBEN um mit dem Ziel, eine neue WERTEkultur bzw. WERTEbewegung zur Entfaltung zu bringen.”
Konkret bedeutet dies, dass Peham ein breites Spektrum seiner WERTEbewegung im Rahmen des Vereins WERTEVOLLLEBEN.COM abdeckt: Projekt- & Unternehmensbegleiter für die Bereiche Persönlichkeitsentfaltung, Visions- & Strategieentwicklung, Vertriebsaufbau, Erfolgssteigerung, (Neu-)Orientierung, Sprecher für Vorträge, Kongresse & Bildungsveranstaltungen, Seminare für Persönlichkeitsentfaltung & Werteentwicklung.
„Am meisten freut mich, wenn ich Menschen inspirieren konnte ihre Berufung zu erkennen und den Platz in ihrem Leben einzunehmen!” Günter Peham wünscht sich mehr Bewusstsein dafür, „dass ein harmonisches Zusammenleben auf Basis der Schöpfungsprinzipien und der göttlichen Liebe funktionieren kann, und dass Angst und Egoismus die größten Feinde davon sind.”
Seine Formel für ein WERTEvolles Leben lautet: „Die eigenen WERTE neu entdecken, den SelbstWERT fördern. Den WERT füreinander schätzen und damit erhöhen, womit der WERT der Schöpfung noch lange erhalten bleibt.”
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Dienstag, 13. Januar 2009
„Man muss es nur anpacken.” So simpel klingt die Formel für eine bessere Welt. Wolfgang Eisert verantwortet die Transparenz bei Word Vision Deutschland. Paten und Spender, die die Kinderhilfsorganisation unterstützen, sollen sich gut betreut fühlen.
Er kennt die Mechanismen nach denen eine von Medien dominierte, geschäftige Welt funktioniert und agiert als eine Art Verkäufer. Er bringt die gute Tat in Form einer Patenschaft oder Spende an den Mann oder die Frau. Als überzeugter Christ ist es ihm wichtig, Menschen zu helfen, die kaum das Nötigste zum Überleben und kaum eine Chance auf Bildung und eine bessere Zukunft haben.
„Bei meiner täglichen Arbeit bereichert mich der Austausch mit den Kollegen, die auf der ganzen Welt tätig sind. Die Zusammenarbeit gibt mir ein Gefühl der Verbundenheit bei unserem gemeinsamen Ziel, Kindern in Not zu helfen.”
Seine Familie zeigt Verständnis für seine vielen Reisen, zumal Eisert seine Frau bei World Vision kennen gelernt hat. „Meine Kinder geben mir häufig Spielsachen für die Kinder in den Entwicklungsprojekten mit, die ich besuche. Sie lernen, dass andere Kinder unter wesentlich schlechteren Bedingungen aufwachsen müssen als sie, und dass nicht alle zur Schule gehen können oder sich einen Gameboy leisten können.”
Mit World Vision gibt es nur Gewinner. Denn nicht nur den Patenkindern wird durch die Spenden zu einem besseren Leben verholfen. Die Paten selbst profitieren ebenfalls: „Paten lernen fremde Kulturen kennen und entwickeln ein Verständnis für (entwicklungs-)politische Zusammenhänge zwischen dem eigenen Tun und dessen Auswirkungen für Menschen in Entwicklungsländern in einer globalisierten Welt.”
Anstatt von einer besseren Welt zu träumen, so Eisert, kann jeder seinen Beitrag leisten. Auch hierfür verfügt er über eine griffige, und gleichwohl einleuchtende Formel: „Man muss nicht groß sein, um Großes zu leisten.”
Link: www.worldvision.de
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